Winter-Experimente für Kinder mit Schnee und Eis: So macht Wissenschaft Spaß!

Wenn der Winter zur Forscherzeit wird: Der Winter bringt nicht nur Kälte und Schnee mit sich, sondern auch faszinierende Phänomene, die kleine Forscher zum Staunen bringen.

von Anne Seidel
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Winter-Experimente für Kinder verbinden Bewegung im Freien mit echtem Entdecken. Schon mit einfachen Materialien aus Haus und Garten lassen sich draußen spannende Versuche durchführen, die Naturwissenschaft begreifbar machen – mit großem Aha-Effekt und ganz ohne komplizierte Vorbereitung.

Bewegtes Lernen im Schnee: einfache Winter-Experimente für Kinder

Winter-Experimente für Kinder - Ein Vulkan mit Natron und Essig

Der Winter bietet ideale Bedingungen, um Naturwissenschaften draußen erlebbar zu machen. Kälte, Schnee und Eis reagieren sichtbar auf Wärme, Bewegung und verschiedene Materialien – perfekte Voraussetzungen für einfache Experimente mit großem Lerneffekt. Die folgenden Winter-Experimente lassen sich ohne Labor, dafür mit Neugier und Beobachtungsgabe durchführen. Sie regen Kinder dazu an, Fragen zu stellen, Zusammenhänge zu erkennen und eigene Hypothesen zu entwickeln – mitten im Schnee und ganz ohne Bildschirm.

Schneevulkan mit Natron und Essig

Ein Klassiker der Chemie wird zum Winter-Experiment: Bauen Sie aus Schnee einen kleinen „Vulkan“! Platzieren Sie einen Becher oder eine Flasche mit Natron und umschließen Sie sie mit Schnee, sodass nur die Öffnung sichtbar bleibt. Gießen Sie Essig hinein und beobachten Sie die sprudelnde Reaktion, die wie Lava aussieht. Kinder erleben hier eine Säure-Base-Reaktion und können mit Farbeffekten arbeiten, indem Sie Lebensmittelfarbe hinzufügen.

Den Schnee-Vulkan mit Lebensmittelfarbe interessanter gestalten
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Das Ganze funktioniert auch umgekehrt: Mischen Sie Essig und Lebensmittelfarbe im Behälter, graben Sie ihn in den Schnee und geben Sie das Natron dazu.

Apropos Lebensmittelfarbe: Wussten Sie, dass Sie damit auch Bilder im Schnee malen können?

Gefrorene Seifenblasen beobachten

Bei Kälte bilden sich auf Seifenblasen Eiskristalle

Bei Minusgraden lassen sich Seifenblasen zu echten Winter-Kunstwerken machen. Seifenblasen werden mit einem Strohhalm vorsichtig auf eine ebene Oberfläche gepustet und gefrieren zu filigranen Kugeln mit kristalliner Struktur. Beim Zerplatzen entstehen oftmals noch feinere Eiskristalle – ein optisch beeindruckender Versuch, der Kälte, Flüssigkeiten und Oberflächenspannung sichtbar macht.

Mit einem Strohhalm Seifenblasen pusten und gefrieren lassen

Schnee schmelzen – wie schnell geht das?

Dieses Experiment zeigt, wie unterschiedlich Schnee je nach Umgebungstemperatur schmilzt. Füllen Sie Schnee in mehrere verschieden geformte Gefäße – etwa Schalen, Joghurtbecher oder Keksdosen. Beobachten Sie, wie die Sonne Wärme schenkt und der Schatten kühlt. Zeitvergleich messen und protokollieren macht den Effekt sichtbar. Diese einfache Messreihe führt Kinder spielerisch an Temperatur, Wärmeleitung und Schmelzprozesse heran.

Schneeflocken und Kristalle unter der Lupe

Winter-Experimente für Kinder - Kristalle mit Lupe oder Mikroskop beobachten
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Sobald Schnee fällt, können Kinder Schneeflocken auf dunklem Stoff auffangen und mit einer Lupe untersuchen. Jede Flocke ist einzigartig – so wird spielerisch die Struktur von Kristallen und Symmetrien sichtbar.

Noch beeindruckender wird die Analyse mit einem Mikroskop, falls Sie eins zur Verfügung haben. Zuvor sollten Sie das Deckplättchen längere Zeit im Gefrierschrank kühlen – sonst schmelzen die Flocken sofort beim Auftragen. So lassen sich die schönen Kristalle detailliert untersuchen und die Kinder erkennen, dass jeder Kristall anders aussieht – wie ein Fingerabdruck.

Weitere Winterspiele finden Sie hier.

Schmelz-Tests mit Salz, Zucker und Sand

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Streuen Sie unterschiedlich große Mengen von Salz, Zucker oder Sand auf Schnee, am besten in einem Behälter, um die Umwelt nicht unnötig zu belasten. Vergleichen Sie, welche Flächen zuerst schmelzen und wie viel Wasser entsteht. Dieses klassische Natur-Experiment zeigt, wie Stoffe die Schmelztemperatur beeinflussen – warum z. B. Salz auf Straßen gestreut wird, um Eis zu reduzieren, oder wie Zucker und Essig wirken. Tipp: Verwandeln Sie den Schnee zuvor in Schneemanngesichter oder färben Sie ihn, um das Experiment noch interessanter zu machen.

Eis-Block-Schatzsuche

Eis mit kleinen Geschenken schmilzen lassen

Einfrieren Sie vorab kleine Gegenstände in einem Eisblock (z. B. Spielzeug, bunte Perlen). Draußen wird der Block mit Werkzeugen, warmem Wasser oder Salz bearbeitet, bis der Schatz frei ist. Dieser Versuch fördert Geduld, motorische Fertigkeiten und Problemlösung. Sie können diese Idee auch mit dem Schmelz-Test kombinieren, sodass die Kinder nicht nur die unterschiedlichen Einflüsse kennenlernen, sondern währenddessen auch gespannt auf den Preis warten.

Schmelz-Experiment mit Eiswüfeln - Wie lange dauert es, bis das Spielzeug eisfrei ist

Ratespiele zu Gewicht und Wassermenge

Welches Kind liebt Ratespiele nicht? Das können Sie sich zunutze machen, wenn Sie nach einer Beschäftigung im Winter suchen. Lassen Sie die Kinder eine beliebige Menge Schnee sammeln. Sie können auch Schneebälle formen, wenn sie möchten. Jeder schätzt dann, wie viel der Schnee wiegt – danach wird gewogen. Wer liegt mit seiner Schätzung am nächsten? Im Anschluss können Sie die Kinder auch schätzen lassen, wie viel Milliliter dieser Schnee wohl messen wird, sobald er zu Wasser geschmolzen ist. Die Kleinen werden staunen, wie viel mehr Volumen der Schnee im Vergleich zum Wasser einnimmt.

Schnee sammeln und Gewicht und Wassermenge schätzen lassen

Lust auf ein paar kinderfreundliche Schnee-Abenteuer? Schauen Sie hier.

Titelbild: KI generiert

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Anne Seidel ist 1987 in Frankfurt am Main geboren, was auch Ihre Leidenschaft für Großstädte erklärt. Nichtsdestotrotz liebt sie die Natur und Aktivitäten wie Bergsteigen und Camping, weshalb sie auf Umweltfreundlichkeit großen Wert legt - auch, was den Haushalt betrifft. Durch ihr großes Interesse in verschiedensten Themenbereichen wie Garten, Kochkunst, Beauty, Gesundheit und Fitness hat sie sich viel Wissen angeeignet, das sie dank der Arbeit bei Deavita seit 2014 mit ihren Lesern teilen kann.