Warum Schlaganfall- und Herzinfarktpatienten auf ultra verarbeitete Lebensmittel verzichten sollten

Von Charlie Meier

Aufgrund ihrer potenziellen negativen Auswirkungen auf die Gesundheit stellen ultra verarbeitete Lebensmittel ein großes Problem für die öffentliche Gesundheit dar. Darüber hinaus ergab eine kürzlich durchgeführte wissenschaftliche Analyse, dass solche Nahrungsmittel nach Herzinfarkt oder Schlaganfall das Sterberisiko signifikant erhöhen könnten. Die Studienergebnisse deuten auf ein höheres Risiko für einen zweiten Herzinfarkt oder Schlaganfall hin, der tödlich sein würde. Auch bei Menschen, die sich generell mediterran ernähren, aber zu viele verarbeitete Lebensmittel konsumieren, sind die Gesundheitsrisiken höher.

Wie sich ultra verarbeitete Lebensmittel aufs Herzinfarktrisiko auswirken

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Alle Studienteilnehmer hatten zum Zeitpunkt des Studieneinschlusses bereits eine Herz-Kreislauf-Erkrankung. Bei ihrer Ernährung konzentrierten sich die Forscher auf den Verzehr von verarbeiteten Lebensmitteln, die teilweise oder vollständig aus Substanzen bestehen, die beim Kochen nicht routinemäßig verwendet werden. Solche wären zum Beispiel hydrolysierte Proteine, Maltodextrin, gehärtete Fette und verschiedene Zusatzstoffe wie Farbstoffe, Konservierungsstoffe, Antioxidantien, Antibackmittel, Geschmacksverstärker und Süßstoffe. Diese Kategorie umfasst zucker- und kohlensäurehaltige Getränke, Fertiggerichte, Brotaufstriche und einige scheinbar „unerwartete“ Produkte wie Zwieback, Frühstückszerealien, Cracker sowie Fruchtjoghurt. Bei so einer Nahrungsaufnahme wiesen die Patienten ein um zwei Drittel erhöhtes Risiko für einen zweiten Herzinfarkt oder Schlaganfall auf. Dementsprechend war die Wahrscheinlichkeit, aus irgendeinem anderen Grund zu sterben, ebenfalls um 40 % erhöht.

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Selbst wenn ein Lebensmittel als ernährungsphysiologisch ausgewogen gilt, kann es dennoch industriell verarbeitet sein, so die Studienautoren. Laut den Forschern sollte daher eine Ernährung, die auf dem Verzehr frischer, minimal verarbeiteter Produkte basiert, immer Vorzug haben. Dies lehrt auch die mediterrane Tradition seit Jahrhunderten. Darüber hinaus ist die Unterscheidung zwischen gesunden und ungesunden Lebensmitteln allein anhand des Nährwerts zu überwinden. Eine mediterrane Diät kann aus gesunden Produkten bestehen und trotzdem ultra verarbeitete Lebensmittel enthalten. Frisches Gemüse ist beispielsweise nicht dasselbe wie vorgegartes und gewürztes Gemüse, und das gilt auch für viele andere Nahrungsprodukte. Daher schlagen die Autoren dieser Studie vor, dass nicht nur Nährwertangaben auf den Etiketten, sondern auch der Grad der industriellen Verarbeitung der Lebensmittel stehen sollte.

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