Hitze bei Südwestlage? Ein seitlicher Sonnenschutz für die Terrassenüberdachung ist die Lösung
Eine Terrasse mit Südwestlage gilt als Glücksfall: viel Licht, lange Abende, Sonne bis zum Untergang. Doch was tagsüber traumhaft klingt, wird in der Praxis schnell zur Belastung.
Warum wird es ausgerechnet am frühen Abend oft unangenehm heiß? Weshalb blendet die Sonne trotz Überdachung noch immer? Und warum fühlen sich viele Südwest-Terrassen genau dann ungemütlich an, wenn man sie eigentlich nutzen möchte?
Der Grund liegt im Zusammenspiel aus Sonnenstand, gespeicherter Wärme und baulichen Gegebenheiten. Während klassische Terrassenüberdachungen vor Regen und senkrechter Sonneneinstrahlung schützen, bleibt die tiefstehende Abendsonne häufig unberücksichtigt – Hitze staut sich, die tiefstehende Abendsonne blendet, Möbel heizen sich auf – und aus dem geplanten Feierabend draußen wird ein Rückzug ins Haus. Wer eine Terrasse mit Südwestlage dauerhaft komfortabel nutzen möchte, sollte daher nicht nur an ein Dach denken, sondern an ein durchdachtes Gesamtkonzept aus Überdachung, seitlichem Sonnenschutz und geeigneten Materialien. Wer baulich klug plant, kann die Vorteile genießen – ohne dauerhaft mit Hitze und Blendung zu kämpfen. Aber was eignet sich als seitlicher Sonnenschutz für die Terrassenüberdachung?
Das Problem: tiefstehende Sonne und gespeicherte Hitze

Im Gegensatz zur Mittagssonne trifft die Abendsonne flacher auf die Terrasse. Das bedeutet:
- starke Blendung, selbst unter einem Dach
- lange direkte Einstrahlung, oft mehrere Stunden
- Wärmestau, besonders bei Steinböden, Mauern und Glasflächen
Eine reine Terrassenüberdachung schützt zwar vor Regen und senkrechter Sonne, lässt die tiefstehende Abendsonne aber häufig ungehindert hinein. Dadurch kommt es einem oft sogar so vor, als wäre es noch heißer als zur Mittagszeit, dabei sollte die Hitze jetzt nachlassen. Wie schützt man die Terrasse vor der Abendsonne?
Überdachung ist nicht gleich Überdachung
Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen: Externe Sonnenschutz- und Beschattungssysteme an westlich ausgerichteten Flächen können nachweislich die thermischen Bedingungen verbessern und direkte Sonneneinstrahlung reduzieren, was zu höherem Komfort und niedrigerer Überhitzung beiträgt. Und das gilt nicht nur für öffentliche Gebäude, sondern auch für Privathäuser. Wer also eine Südwest-Terrasse plant oder nachrüstet, sollte daher früh unterscheiden zwischen:
- reinem Wetterschutz
- echtem Sonnen- und Hitzemanagement
Feste Terrassenüberdachungen aus Aluminium oder Holz schaffen Struktur und Schutz, brauchen aber ergänzende Lösungen, um den Sonnenstand am Abend abzufangen. Gerade hier zeigt sich, dass eine Überdachung kein einzelnes Bauteil ist, sondern Teil eines Gesamtkonzepts. Man braucht auch einen möglichst senkrechten Schutz, der die tiefstehende Sonne abschirmt – und davon profitieren ebenso die Innenräume.
Seitlicher Sonnenschutz für die Terrassenüberdachung: oft vernachlässigt, aber entscheidend

Der größte Hebel gegen Abendsonne kommt nicht von oben, sondern von der Seite. Bewährt haben sich:
- seitliche Markisen
- Senkrechtmarkisen
- Schiebeelemente aus Sicherheitsglas
Sie lassen sich flexibel einsetzen, blocken tiefstehendes Licht und sorgen gleichzeitig für Windschutz. Besonders Glaslösungen wie von steda bieten den Vorteil, dass sie Helligkeit erhalten, ohne die Terrasse vollständig zu schließen, können bei Bedarf aber auch mit Rollos oder Vorhängen ausgestattet werden und schützen besonders zuverlässig bei Wind.
Aber Vorsicht: Riskieren Sie keinen Hitzestau
Gerade wenn Sie die Westseite mit Glas verschließen, besteht das Risiko, dass sich der Bodenbelag dennoch aufhitzt und Wärme abgibt (zum Beispiel, wenn der Sonnenschutz nicht bis zum Boden reicht). Deshalb sollten Sie noch einen Schritt weiterdenken. Entscheiden Sie sich für:
- helle Bodenbeläge, die weniger Wärme speichern
- luftige Konstruktionen, statt komplett geschlossener Dächer
- Sicherheitsglas mit entsprechender Beschichtung, um Aufheizung zu reduzieren
Beschichtungen sind dann eine gute Lösung, wenn Bodenbelag und Überdachung bereits fertig sind und beispielsweise aus Kostengründen nicht mehr nachträglich verändert werden können.
Auch kleine Details wie offene Seitenbereiche oder Belüftungsschlitze können den Unterschied machen.
Markise oder feste Überdachung – oder beides?

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Viele Terrassen profitieren von einer Kombination:
- feste Überdachung als Grundstruktur
- Markise oder Seitenelemente als flexible Ergänzung
So bleibt die Terrasse bei wechselndem Wetter nutzbar und lässt sich je nach Sonnenstand anpassen. Gerade bei Südwestlagen ist diese Flexibilität entscheidend, weil sich Licht und Hitze im Tagesverlauf stark verändern.
Seitlicher Sonnenschutz für die Terrassenüberdachung: Gestaltung trifft Funktion
Eine gut geplante Überdachung muss nicht technisch wirken. Moderne Systeme lassen sich dezent integrieren und unterstützen die Gartengestaltung:
- klare Linien statt wuchtiger Konstruktionen
- Materialien, die sich an Haus und Garten anpassen
- Lösungen, die langfristig funktionieren – nicht nur für eine Saison
So entsteht ein Außenbereich, der nicht improvisiert wirkt, sondern bewusst gestaltet.
Fazit: Die Südwestlage braucht vorausschauende Planung

Eine Terrasse mit Südwestlage ist ein echter Gewinn, wenn ihre Besonderheiten von Anfang an mitgedacht werden. Die intensive Abendsonne und die gespeicherte Wärme lassen sich nicht mit einer einzelnen Maßnahme lösen, sondern erfordern ein Zusammenspiel aus Überdachung, seitlichem Sonnenschutz und bewusst gewählten Materialien. Wer diese Faktoren als Gesamtkonzept betrachtet, schafft einen Außenbereich, der nicht nur optisch überzeugt, sondern auch an heißen Tagen und in den Abendstunden angenehm nutzbar bleibt. So wird aus der sonnigen Herausforderung ein Ort, an dem man den Tag gerne ausklingen lässt – geschützt, durchdacht und dauerhaft komfortabel.
Titelbild: Deavita/ Canva