Der Look ist weich, wolkig und niemals komplett gleichmäßig. Und genau das macht ihn so besonders.
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Die farbige Akzentwand hat ausgedient. Was vor ein paar Jahren noch als Statement galt – Petrol, Terrakotta, tiefes Grün oder ein sattes Blau – wirkt heute in vielen Räumen schnell unruhig oder „zu gewollt“. Statt klarer Kontraste wünschen sich viele Menschen wieder mehr Leichtigkeit und Ruhe in den eigenen vier Wänden. Genau hier setzt ein Trend an, der 2026 überall auftaucht: Limewash-Wände, oft auch als Kalkfarben- oder Naturwände beschrieben.
Was Limewash-Wände so einzigartig macht
Limewash erzeugt keine glatte Fläche, sondern eine lebendige Wand mit Tiefe. Je nach Lichteinfall changiert die Farbe zwischen hell und dunkel, warm und kühl. Das Ergebnis erinnert an mediterrane Häuser, Altbauwohnungen oder moderne Natur-Lofts – ruhig, zeitlos und sehr wohnlich.
Im Gegensatz zur klassischen Akzentwand drängt sich Limewash nicht in den Vordergrund. Die Wand wirkt präsent, aber nicht laut. Besonders in Schlafzimmern, Wohnräumen und Fluren schafft dieser Look eine Atmosphäre, die fast automatisch entschleunigt.
Wie entsteht der Limewash-Effekt?
Klassisch wird Limewash mit Kalkfarbe hergestellt – einer mineralischen Farbe auf Kalkbasis. Sie ist diffusionsoffen, feuchtigkeitsregulierend und kann das Raumklima positiv beeinflussen. Der typische Effekt entsteht durch das unregelmäßige Auftragen in mehreren Schichten.
KI generiert
Spannend: In sozialen Netzwerken kursieren inzwischen unzählige Videos, die zeigen, wie sich der Look auch mit normaler Wandfarbe nachahmen lässt. Häufig wird eine Mischung aus Beige- und Weißtönen verwendet, die mit einem breiten Pinsel oder einer Bürste in Zickzack- oder Kreuzbewegungen aufgetragen wird. Wichtig dabei: Nicht zu perfektionistisch arbeiten. Kleine Unregelmäßigkeiten sind gewollt und gehören zum Charme.
Kalkfarbe oder DIY-Technik – was ist besser?
Echte Kalkfarbe punktet mit Natürlichkeit, Tiefe und Langlebigkeit. Sie ist allerdings etwas anspruchsvoller in der Verarbeitung und meist teurer. DIY-Varianten mit Dispersionsfarbe sind einfacher umzusetzen und ideal für alle, die den Trend erst einmal testen möchten – zum Beispiel an einer Wand im Schlafzimmer oder hinter dem Sofa.
Unabhängig von der Technik gilt: Der Untergrund muss ruhig sein. Glatte Wände ohne starke Struktur liefern die besten Ergebnisse. Vor dem Streichen lohnt sich außerdem ein kurzer Check: Ist die Wand fleckig oder stark saugend, kann eine geeignete Grundierung helfen, damit das Ergebnis gleichmäßiger wirkt.
Möchten Sie Ihre Wände modern streichen, können Sie sich an zeitlosen Ideen halten. Mit diesen Tipps und Beispielen fällt die Entscheidung leichter!
Wo Limewash besonders gut wirkt
Der Trend passt hervorragend zu hellen Hölzern, Leinenstoffen, Keramik und reduzierten Möbeln. Besonders beliebt sind sanfte Beige-, Greige- und Sandtöne, die sich mühelos in moderne wie klassische Einrichtungen einfügen. Wer es etwas markanter mag, wählt ein warmes Taupe oder ein leichtes Stein-Grau – aber immer mit diesem typisch „neblichen“ Limewash-Finish.
KI generiert
Fazit
Die farbige Akzentwand gehört der Vergangenheit an. Limewash-Wände stehen für einen neuen Wohnstil: natürlicher, ruhiger und bewusster. Sie wirken nicht dekoriert, sondern gewachsen – und genau das macht sie zum Wandtrend 2026.
Ramona aus Frankfurt ist Mutter der zweijährigen Kaia. Ihre Leidenschaften sind Zumba, Natur und Gärtnern, was sie in ihrem Hinterhofparadies auslebt. Sie sucht ständig nach Mama-Hacks und Kochtipps, um den Alltag effizienter zu gestalten. Kreative Ideen für Kinderentwicklung und aktuelle Trends in Mode und Ernährung begeistern sie ebenfalls. Seit 2013 schreibt Ramona für Deavita, stets gründlich recherchiert und oft durch Experteninterviews gestützt. Sie hat Psychologie in Freiburg studiert.