Blutwerte im großen und kleinen Blutbild mit den Normalwerten vergleichen – Erklärung & Tabelle

Die Blutwerte können Hinweise über mögliche Krankheiten enthalten. Das ist wahrscheinlich kein Geheimnis. Und obwohl unser Arzt diese Werte natürlich gut verstehen kann, haben wir als Patienten meist doch den Wunsch, diese auch selbst zu verstehen.

Blutwerte im Blutbild dienen zur Diagnose verschiedener Krankheiten

Häufig erhält man vom Arzt selbst keine genauen Erklärungen. Deshalb sollte man einfach noch einmal nachhaken. Weiß Ihr Hausarzt, dass Sie sich für Genaueres interessieren, wird er sicher auch bereit sein, Ihnen die Werte und auch die typischen Blutwerte Abkürzungen näher zu erklären, damit Sie die Blutwerte verstehen können.

Blutwerte ermitteln und Erkrankungen diagnostizieren durch Blutabnahme

Manchmal denkt man aber auch in der Eile nicht daran, nachzufragen oder man hat gerade einfach nicht die Zeit dafür und ist man zu Hause, wird einem bewusst, dass man gern mehr wissen möchte. In diesem Fall empfehlen wir, dass Sie Ihren Arzt zumindest um eine Kopie bitten. Diese können Sie sich dann daheim in aller Ruhe einmal etwas genauer anschauen. Und damit Sie die auf dem Blatt angegebenen Blutwerte verstehen können, haben wir heute einmal alle Blutwerte mit Blutbild Erklärung für Sie zusammengefasst. Welche Krankheiten kann man im Blut feststellen und was ist für Blutwerte normal? Finden Sie außerdem heraus: Welche Blutwerte sind bei Stress erhöht? Zum Schluss finden Sie eine Tabelle für normale Blutwerte für Männer und Frauen für jeden Blutwert, mit denen Sie dann Ihre Blutergebnisse auswerten können.

Blutwerte verstehen – Woraus besteht Blut eigentlich?

Die Blutwerte zeigen die Menge an roten und weißen Blutkörperchen im Blut, sowie die Blutplättchen

Vielen ist bekannt, dass das Blut aus den roten Blutkörperchen (Erythroyzten), weißen Blutkörperchen (Leukozyten) und den Blutplättchen (Thrombozyten) besteht. Jedoch machen diese sogenannten Blutzellen nur etwa 45 Prozent des Blutes aus. Hinzu kommt noch das sogenannte Blutplasma. Dieses besteht hauptsächlich aus Wasser und nimmt etwa 55 Prozent des Blutvolumens ein. Neben Wasser sind im Plasma auch Eiweiße und andere Stoffe enthalten.

Die normale Menge Erythrozyten bei Frauen beträgt 4 – 5,4 Mio. pro Mikroliter Blut, bei Männern wiederum 4,3 – 5,6 Mio. pro Mikroliter Blut. Die weißen Blutkörperchen kommen bei beiden Geschlechtern in ungefähr gleicher Menge vor und betragen für gewöhnlich 3.800 – 10.500 pro Mikroliter Blut. Auch bei den Blutplättchen sind zwischen den Geschlechtern keine Unterschiede vorhanden. Der Thrombozyten Normalwert liegt bei 140.000 – 345.000 pro Mikroliter.

Kleines oder großes Blutbild – Welche Blutwerte gibt es?

Blutwerte aus dem großen und kleinen Blutbild untersuchen

Vielleicht sind Sie schon oft auf die Begriffe „kleines Blutbild“ und „großes Blutbild“ gestoßen. Je nachdem wonach der Arzt sucht, benötigt er entweder nur das kleine Blutbild oder aber einige weitere Blutbild Werte, wofür dann ein großes Blutbild angeordnet wird. Die Unterschiede erklären wir Ihnen im Folgenden:

Kleines Blutbild – Erklärung

Blutwerte Informationen, Abkürzungen und Erklärung mit Tabelle der normalen Werte

Für ein kleines Blutbild werden die eben erwähnten Blutzellen untersucht, also die roten und weißen Blutkörperchen, sowie die Blutplättchen. Die erhaltenen Blutwerte geben Aufschluss darüber, ob Infektionen vorhanden sind oder Störungen bei der Blutbildung auftreten. Diese Blutbildart wird außerdem auch vor Operationen vorgenommen. Man erhält Informationen über die Sauerstoffmenge im Blut und ob Blutarmut (Anämie) vorliegt.

Die roten Blutkörperchen und das Hämoglobin

Die Blutwerte für rote Blutkörperchen ist bei Männern und Frauen unterschiedlich


Anhand der Sauerstoffmenge kann der Arzt feststellen, ob eine Anämie vorliegt. Genauer gesagt erkennt er dies an der Menge der roten Blutkörperchen, die den Sauerstoff aus der Lunge weitertransportieren und des Hämoglobins (der rote Blutfarbstoff), der sich mit dem Sauerstoff bindet. Damit sind wir auch schon bei einem der Werte des Blutes angelangt, die im kleinen Blutbild zu finden sind. Die Abkürzung „Hb“ steht also für Hämoglobin. Dieser Wert unterteilt sich noch einmal in die Laborwerte Abkürzungen HbE, was der Hämoglobinwert im gesamten Blut ist, und MCH. Jetzt fragen Sie sich sicher, was ist der MCH Wert? Das ist lediglich jener Hämoglobin, der an die roten Blutkörperchen gebunden ist oder anders gesagt die absolute Menge an Hämoglobin in einem roten Blutkörperchen. Der normale MCH Blutwert beträgt 28 – 33 pg pro Zelle.

Blutwerte der Erythrozyten geben Aufschluss über das Hämoglobin und Eisenmangel

Der Hämoglobin Normalwert ist bei Männern und Frauen unterschiedlich. Der Hb Wert für Frauen liegt bei 12 – 16 g/dl. Bei Männern ist wiederum 13 – 17 g/dl als Hb Wert normal. Aber was hat es zu bedeuten, wenn für den Sauerstoff im Blut die Normalwerte nicht mit denen in ihrem Blutbild übereinstimmen? Ist der Wert zu hoch, kann dies an einem Schlaganfall liegen. Aber auch Tumore oder Gehirnhautentzündungen sind Ursachen für erhöhte Hb-Werte. Sind sie hingegen niedriger als der Normalwert, liegt das meist an einem Eisenmangel. Es gibt aber auch chronische Darmentzündungen, die solche niedrigen Blutwerte verursachen können.

Das Blutbild in der Schwangerschaft sollte regelmäßig kontrolliert werden (bei der Erstuntersuchung und ab dem 6. Monat in regelmäßigen Abständen). Auf diese Weise wird sichergegangen, dass der Eisenwert normal ist beziehungsweise eine Anämie rechtzeitig erkannt wird. Der Hb Wert in der Schwangerschaft sollte nicht unter 11,2 g/dl liegen, denn das könnte auf einen Eisenmangel hindeuten. Um sicherzugehen wird auch die Anzahl der roten Blutkörperchen überprüft.

Das Hämatokrit und seine Blutwerte

Hämatokrit Blutwerte infomieren den Arzt darüber, wie das Blut fließt und ob es zu dickflüssig ist

Im kleinen Blutbid ist auch der Hämatokrit-Wert angegeben. Dieser gibt Aufschluss darüber, wie das Blut fließt. Dementsprechend kann es dickflüssiger sein, was das Risiko für Blutgerinnsel (Thrombus) erhöht. Ist der Wert für das Hämatokrit zu hoch, ist dies ein Anzeichen dafür. Bei der Auswertung der Blutwerte muss der Arzt aber nicht nur das Geschlecht berücksichten, sondern auch das Alter und die Menge der Erythrozyten. Damit Sie diese Blutwerte verstehen können, haben wir die durchschnittlichen Werte unten in der Tabelle einmal angegeben. Der Hämatokrit Normwert für Frauen liegt bei 38 – 44 % und bei Männern bei 42 – 50 %. Das Hämatokrit in der Schwangerschaft ist geringer als bei Nichtschwangeren. Dadurch verbessert sich der Blutfluss und auf diese Weise auch der Austausch zwischen Mutter und Kind über den Mutterkuchen.

Die weißen Blutkörperchen

Blutwerte für weiße Blutkörperchen (Leukozyten) dienen zur Untersuchung des Immunsystems

Die Leukozythen sind im Gegensatz zu den roten farblos (daher der Name). Dank ihnen kann man Entzündungen im Blut feststellen, sowie Infektionen. Sie kämpfen gegen Bakterien und Viren an. In einem solchen Fall erhöht sich auch die Menge an Leukoyzten im Blut. Ist der Wert der Leukozyten zu hoch, ist das also ein Hinweis darauf. Für zu viele weiße Blutkörperchen ist die Ursache also meist, dass das Immunsystem aktiv ist und gegen körperfremde Stoffe ankämpft.

Auf dieselbe Weise kann der Arzt aber auch feststellen, ob ausreichend Immunzellen vorhanden sind, wenn eine Infektion oder Entzündung bekannt ist, um diese zu bekämpfen. Wenn die Menge der Leukozyten vom Normalwert abweicht, muss das also nicht bedeuten dass die Anzahl weiße Blutkörperchen zu hoch ist. Sie kann genauso gut zu niedrig sein, was sich Leukopenie nennt. Auch dann kann der Grund eine Infektion sein. Aber auch Knochenmarkschädigungen, wie sie beispielsweise bei einer Chemotherapie entstehen, oder manche Autoimmun-Krankheiten und ein Mangel an Vitamin B12 sind Ursachen für einen Mangel an Leukozyten.

Bei einem Mangel an weiße Blutkörperchen sind Symptome meist erst nach einer Woche zu bemerken, da der Körper über eine Art Speicher verfügt. Typische Symptome sind: Entzündungen im Mund, häufige Nasennebenhöhlenentzündung, Entzündungen im Mittelohr oder Rachen oder Lungenentzündung, Fieber, geschwollene Lymphknoten und Furunkeln.

Leukozyten kämpfen gegen körperfremde Stoffe wie Bakterien und Viren an und schützen den Körper

Weiße Blutkörperchen zu niedrig – Was tun, um die Blutwerte zu verbessern?

Wird ein Mangel an Leukozyten festgestellt, wird meist erst einmal abgewartet, ob sich das Problem von selbst löst. Ist dieser Mangel Folge einer bereits geheilten Erkrankung, reguliert sich dieser nämlich von selbst. Wenn auch nach gewisser Zeit keine Besserung festzustellen ist, wird eine Knochemarksprobe entnommen, um herauszufinden, was der Grund sein könnte. Bei sehr niedrigen Werten besteht für die Patienten Lebensgefahr, weshalb sie isoliert werden, um sich nicht anstecken zu können und es wird versucht, das Knochenmark anzuregen, weiße Blutkörperchen zu produzieren.

Die Blutplättchen als Blutuntersuchung Werte

Die Blutwerte der Thrombozythen (Bluttplättchen) erhöht sich bei Infektionen und Krebs

Die Blutplättchen sind für die Blutgerinnung verantwortlich. Entsteht eine Wunde, lagern Sie sich an der Öffnung ab und bilden so eine Art Pfropf. Wie auch bei den Leukoyzten kann ein Mangel an Vitamin B12 Grund für zu niedrige Blutwerte sein. Aber auch manche Medikamente verursachen niedrigere Thrombozyten-Werte. Ist die Anzahl stattdessen zu hoch, liegt das meist an einer schweren Infektion oder aber an einer Krebserkrankung.

Die Entzündungswerte

Entzündungswerte geben an, ob eine Entzündung im Blut vorliegt und sind auch bei Stress hoch

Was sagen Entzündungswerte im Blut aus und wie heißen die Entzündungswerte im Blut überhaupt? Sind Entzündungen vorhanden, können diese ebenso über das Blutbild und die Blutwerte festgestellt werden. Dies ist zum einen dank der weißen Blutkörperchen möglich, die wir weiter oben bereits genauer erklärt haben. Desweiteren werden die Entzündungswerte im Blut durch die Blutsenkungsgeschwindigkeit und das sogenannte C-reaktive Protein (CRP) definiert. Sie finden die üblichen Entzündungswerte im Blut in der Tabelle unten. Dennoch möchten wir auf den BSG Wert und die Blutwerte des CRP eingehen, damit Sie verstehen können, was schlechte Blutwerte in dieser Kategorie zu bedeuten haben. Es können unter anderem erhöhte Entzündungswerte durch Stress verursacht werden, aber nicht nur. Wie hoch dürfen Entzündungswerte im Blut sein?

Blutwerte der Blutsenkungsgeschwindigkeit (BSG)

Die Blutwerte der Blutsenkungsgeschwindigkeit steigen bei Entzündungen, Rheuma und Blutvergiftung

Wie der Name schon verrät, wird hier die Geschwindigkeit der roten Blutkörperchen untersucht. Genauer gesagt wird gemessen, wie lange sie benötigen, um abzusinken. Von Bedeutung sind hierbei nur erhöhte Blutsenkungswerte. Ist die Blutsenkung erhöht, deutet das nämlich auf eine Entzündung, Autoimmunkrankheiten wie Rheuma, Verletzungen, Tumore, Infektionen mit Bakterien, Gelenkentzündungen, sowie Blut- und Lebererkrankungen hin. Lungenentzündungen, Leukämie, rheumatoide Arthritis und eine Blutvergiftung sind nur einige der möglichen Probleme, die Grund dafür sein können, dass die Blutsenkung zu hoch ist. Bei Frauen sind die Blutsenkung Normwerte 6 – 10 mm nach einer Stunde, bei Männern 3 – 10 mm nach einer Stunde.

C-reaktives Protein (CRP)

C-reaktives Protein gibt Hinweise darüber, ob das Immunsystem aktiv ist und eine Erkrankung vorliegt

Was ist der CRP Wert? Er zeigt die Menge an C-reaktivem Protein an. Dabei handelt es sich um ein Protein, das in der Leber gebildet wird und das ein Bestandteil des Immunsystems ist. Liegt eine Entzündung vor, steigt der CRP Normalwert von unter 30 mg pro Liter (3 mg/dl) an. Normal sind meist unter 10 mg/l, aber bei älteren Menschen kann dieser Wert auch höher sein. Ist der CRP Wert erhöht, ist dies also ein Hinweis dafür, dass eine Entzündung vorliegt. Dem Arzt nutzt dieser Blutwert also zu demselben Zweck wie auch die Blutsenkungsgeschwindigkeit und der Leukozytenanstieg. Der Vorteil beim CRP ist jedoch, dass dieser viel schneller ausschlägt, als die beiden anderen Werte, sodass eine Entzündung schneller diagnostiziert werden kann (etwa 6 bis 10 Stunden nach Ausbruch).

Ursachen für erhöhtes C-reaktives Protein müssen nicht unbedingt Krankheiten sein, sondern auch Sport

C-reaktives Protein zu hoch – Ursache

Wie hoch der CRP Wert ansteigt, hängt vor allem von der Ursache ab. Bei einer Virusinfektion beispielsweise sind Werte von unter 30 mg/l festzustellen, während bei einer bakteriellen Infektion über 50 mg/l typisch sind. Leidet der Patient unter Fieber, wird aus diesem Grund ein Blutbild angeordnet und der CRP-Blutwert überprüft. Auf diese Weise wird vermieden, dass Antibiotika verschrieben werden, ohne dass diese überhaupt nötig sind.

Es gibt aber auch andere Auslöser für erhöhte Blutwerte. Nach einer Operation beispielsweise oder einem Herzinfarkt steigen die Werte für kurze Zeit an. Desweiteren steigen die Zahlen bei manchen Krankheiten. Dazu gehören Lungenentzündungen, bakterielle Bronchitis, Sepsis, Rheuma, Blinddarmentzündung und andere Entzündungen. Auch wird der CRP Wert erhöht durch Stress, starkem Alkoholkonsum, bei körperlicher Anstrengung und Ausdauersport. Während der Schwangerschaft und bei Rauchern werden meist ebenso leicht erhöhte Werte festgestellt. Bei schweren Verbrennungen wird meist ein Wert von über 200 mg/l gemessen.

Großes Blutbild – Erklärung und Blutwerte beim Differentialblutbild

Differentialblutbild und seine Blutwerte sind Teil des großen Blutbilds

Ein großes Blutbild sind die Werte aus dem kleinen Blutbild, sowie das sogenannte Differentialblutbild. Letzteres bedeutet nichts anderes, als dass die weißen Blutzellen noch einmal genauer unter die Lupe genommen werden. Es werden also die Leukozyten noch einmal nach ihren Zelltypen differenziert. Die Zelltypen sind folgende:

Granulozyten

Granulozyten sind während der Schwangerschaft hoch, aber auch bei Allergie oder Leukämie und niedrig bei Stress und Viramin B Mangel

Die Granuloyzten unterteilen sich noch einmal in Neutrophile, Eosinophile und Basophile. Alle drei haben die Aufgabe, in Geweben Entzündungen zu bekämpfen, wobei jede von ihnen zu diesem Zweck unterschiedliche Aufgaben erfüllt, auf die wir gleich eingehen werden. Im Großen und Ganzen können erhöhte Granulozyten-Werte Folge einer Schwangerschaft, Stress, einer Allergie und bestimmter Medikamente, aber auch ein Anzeichen für Leukämie sein. Niedrige Blutwerte deuten wiederum auf Stress, das sogenannte Cushing-Syndrom oder einen Vitamin-B12-Mangel hin, was dementsprechend anschließend genauer untersucht werden muss. Der Normwert liegt zwischen 3000 und 5.800 pro Mikroliter Blut und ist bei beiden Geschlechtern gleich.

Blutwerte der Neutrophile

Neutrophile sind niedrig bei Mangelerscheinungen und Entzündungen und zu hoch bei Verbrennungen oder Vergiftungen

Die Neutrophile teilen sich noch einmal in segmentkernige Neutrophile (54-62 %) und stabkernige Neutrophile (3-5 %). Zeigt Ihr Blutbild Blutwerte unter dieser Norm an, kann dies ein Zeichen für einen Mangel an Vitamin B12 oder andere Mangelzustände sein, aber auch für Infektionen oder Tumore. Chronische Entzündungen, starke Verbrennungen oder Vergiftungen treiben die Blutwerte wiederum in die Höhe. Sind die Blutwerte Ihrer Neutrophile erhöht, können dies also die Ursachen sein. Im Folgenden haben wir noch eine Liste, die zeigt, warum stabkernige und segmentkernige niedrig oder aber hoch ausfallen können:

Blutwerte der Neutrophile - Normalwerte und Erklärung, wozu sie dienen

Eine erhöhte Anzahl an stabkernigen Neutrophilen kommt bei bakteriellen und Virusinfektionen, sowie bei einem Parasiten- und Pilzbefall vor. Auch

  • während der Schwangerschaft
  • bei Übersäuerung
  • während sich der Körper nach einer Knochenmarksschädigung erholt (nach Chemo u.ä.)
  • bei einer Schilddrüsenüberfunktion
  • nach Lungen- oder Herzinfarkten
  • und bei Leukämie können die Neutrophile zu hoch sein.

Segmentkernige Neutrophilen-Werte über der Norm bedeuten wiederum:

  • megaloblastäre Anämie, die durch einen Mangel an Folsäure verursacht wird
  • mangelnde Zellproduktion im Knochenmark (z.B. nach Strahlentherapie)
  • bei fehlender Milz erhöhen sich die Werte ebenfalls

Neutrophile teilen sich in stabkernige und segmentkernige und weisen auf unterschiedliche Dinge hin

Sind die Blutwerte für stabkernige und segmentkernige zu niedrig, können

  • Stoffwechselerkrankungen
  • Autoimmunerkrankungen
  • Knochenmarkserkrankungen
  • Immundefekterkrankungen (angeborene)
  • Fanconi-Anämie
  • Störungen der Granulozytenbildung
  • Grippe
  • und Varizellen Schuld daran sein.

Es gibt also sowohl angeborene, als auch später erworbene Ursachen, aufgrund derer die Neutrophile zu niedrig sein können.

Eosinophile

Eosinophile bekämpfen unter anderem Parasiten, wobei hohe Werte auch auf Allergien hinweisen

Da Eosinophile unter anderem die Aufgaben haben, Parasiten wie beispielsweise Würmer zu bekämpfen, sind erhöhte Blutwerte bei ihnen also ein Zeichen dafür. Auch Allergien und damit verbundene Erkrankungen sind eine mögliche Ursache, wenn die Blutwerte der Eosinophile erhöht sind. Asthma oder aber Heuschnupfen sind beispielsweise solche Erkrankungen. Niedrige Blutbildwerte bedeuten wiederum eine mögliche Infektion, Morbus Cushing oder sind Folge von Stress. Bei Schock, Krämpfen und Koliken oder längerer Einnahme von Kortison ist ebenso ein Anstieg zu beobachten. Ein Wert von 50 – 250 pro Mikroliter Blut (1 – 4 %) ist normal.

Basophile – Erklärung und normale Blutwerte

Sind die Blutwerte der Basophile nicht normal, sind meist Allergien oder Infektionen die Ursache

Normale Blutwerte für Basophile sind wiederum 15 – 50 pro Mikroliter Blut. Das sind 0 bis 1 %. Basophile sind dafür verantwortlich, dass allergische Reaktionen im Körper stattfinden, nachdem die in ihrem Inneren enthaltenen Botenstoffe (z.B. Histamin) freigesetzt werden. Ein erhöhter Baso Blutwert kann somit ein Zeichen für eine Allergie sein, aber auch für Leukämie. Sind die Werte der Basophile niedrig, kann dies ein Anzeichen für starke Infektionskrankheiten sein oder aber eine Entzündung ist sehr ausgeprägt und heftig.

Monozyten

Monozyten sind Teil des Immunsystems und werden auch Fresszellen genannt, da sie Erreger auflösen können

Monozyten sind äußerst wichtig, wenn es um die Bekämpfung von Erregern geht. Sie werden auch Fresszellen genannt, da sie die Erreger aufnehmen und dann dank Enzymen auflösen können. Nur sehr selten ist die Monozythenzahl zu niedrig, und zwar dann, wenn es ein Problem mit der Blutbildung gibt. Sind die Werte der Monozyten erhöht, ist dies wiederum ein Anzeichen für eine akute Infektion, die bereits in der Heilungsphase ist. Aber auch Autoimmunkrankheiten rufen einen Anstieg der Zahl hervor. Der Monozyten Normalwert beträgt 285 – 500 pro Mikroliter Blut bei beiden Geschlechtern (3 – 8 %).

Blutwerte der Lymphozyten

Erhöhte Lymphozythen können eine Darminfektion bedeuten, zu niedrige AIDS und andere Krankheiten

Der Lymphozyten Normwert beträgt sowohl für Frauen, als auch für Männer 1.500 – 3000 pro Mikroliter Blut (25 – 45 %). Diese schließen sowohl die T-, als auch die B-Lymphozyten ein, in die der Oberbegriff unterteilt wird. Auch sie sind Teil der Immunabwehr. B-Zellen bilden Antikörper, um gegen Fremdstoffe ankämpfen zu können, während die T-Zellen sie unter anderem dabei unterstützen und auch als Botenstoffe innerhalb des Immunsystems dienen.

Ist die Menge an Lymphozyten zu niedrig, kann dies ein Anzeichen für das Cushing-Syndrom, AIDS, Morbus Hodgkin, Erkrankungen des lymphatischen Systems oder aber starken Stress sein. Auch wenn über einen längeren Zeitraum Kortison eingenommen wird, kann dies die Zahl der Lymphozyten senken. Sind die Werte der Lymphozyten zu hoch, handelt es sich gegebenfalls um eine Infektion, chronisch-entzündliche Darmerkrankungen oder um chronische lymphatische Leukämie.

Blutwert ASL

Die ASL (Antistreptolysin) Blutwerte dienen zur Diagnose von Streptokokken

ASL (Antistreptolysin) ist ein körpereigener Antkörper im Blut, Speichel Liqour, und genauer gesagt ein Immunglobulin, mit einer besonderen Aufgabe. Manche körperfremde Bakterien, wie beispielsweise die Streptokokken, produzieren Gifte (Streptolysin O), die den Körper zusätzlich angreifen. Auf solche Gifte reagiert das ASL, indem es ein Gegengift produziert. Da Streptokokken weit verbreitet sind, muss ein erhöhter ASL Blutwert nicht zwangsweise auch eine Infektion bedeuten. Für eine Diagnose müssen auch andere Symptome vorhanden sein. Als normale Blutwerte werden 200 Einheiten/ml angesehen.

Leberwerte

Leberwerte im Blutbild werden kontrolliert, wenn Schäden an der Leber oder ein Verdacht darauf vermutet werden

Sollen Leberschädigungen diagnostiziert werden, werden die Leberwerte zu Hilfe genommen. Je nachdem ob der Leberwert erhöht oder zu niedrig ist, können dann bestimmte Erkrankungen und Schäden ausgeschlossen werden. Überprüft werden bei diesen Blutwerten das GOT (Glutamat-Oxalacetat-Transaminase), GPT (Glutamat-Pyruvat-Transaminase), Gamma-GT (Gamma-Glutamyl-Transferase) und AP (alkalische Phosphatase).

GOT Wert

GOT ist ein Enzym der Leber und einigen Muskeln und ist erhöht bei Hepatits und Leberzirrhose

Dieses Enzym aus dem Blutbild für Blutwerte der Leber kommt auch besonders in der Herz- und Skelettmuskulatur vor, aber auch in anderen Teilen des Körpers. Freigesetzt wird es dann, wenn Zellen absterben. Da dies ein alltäglicher Vorgang im Körper ist, sind bestimmte Mengen im Körper normal. Aber wie hoch darf der Leberwert sein, um noch als normal zu gelten? Für Frauen gilt der Wert unter 35 U/l, während er bei Männern bei unter 50 U/l liegt. Hohe Leberwerte bei diesem Enzym sind unter anderem ein Anzeichen für Hepatitis und Leberzirrhose. Überprüft werden die Blutwerte außerdem auch vom Arzt bei Gelbsucht, wenn Müdigkeit und Leistungsminderung bemerkt wurden, sowie bei Zunahme des Bauchumfangs mit Druckgefühl und bei bestimmten Veränderungen der Haut, die mit der Leber in Verbindung gebracht werden.

GPT Blutwert

GPT Blutwerte und Leberenzyme zeigen, ob Leberschäden durch Hepatitis und andere Krankheiten vorhanden sind

Erhöhte Leberwerte in Bezug auf das GPT Enzym sind ein Zeichen für Leberschäden, die durch Krankheiten wie Hepatitis A, B, C, D und E verursacht werden können, aber auch durch Medikamente, Vergiftungen, Fettleber, Tumore, Gallenstau und Gallenwegentzündungen und andere. Normalwerte für Frauen liegen bei unter 35 U/l und für Männer bei unter 50 U/l.

GGT Blutwert

Leber GGT Werte (Gamma-Werte) sind hoch bei viel Alkohol, Krebs und Problemen mit der Bauchspeicheldrüse und Galle

Normale GGT-Werte sind bei Frauen unter 40 U/l und bei Männern unter 60 U/l. Sind diese Leberwerte zu hoch, deutet dies auf Hepatitis, Leberschäden durch übermäßigen Alkoholkonsum, Leberkrebs, Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse, Gelbsucht, Entzündungen der Gallenblase oder -wege oder Verschlussikterus und andere hin. Möchten Sie das Gamma-GT senken, wird Ihnen Ihr Arzt eine geeignete Therapie verordnen, bei der die Leber mittels geeigneter Ernährung geschont wird. Noch einmal zusammengefasst finden Sie die normalen Gamma-GT-Werte in der Tabelle unten.

AP Blutwerte

Leberwerte und Abkürzungen - Hohe AP Blutwerte können zu Nieren- und Gallenproblemen führen

Diese Enzyme kommen nicht nur in der Leber, sondern auch in der Galle, in den Knochen, im Darm und bei Schwangeren in der Plazenta vor. Daher sind erhöhte AP-Werte ein Anzeichen für Erkrankungen in diesen Organen und Systemen. Störungen des Gallenflusses mit Gallenstau durch Nierensteine und Gelbsucht als mögliche Folge, Knochenbrüche, -tumore und -entzündungen und andere Probleme können die Ursache sein. Bei Kindern und Schwangeren sind erhöhte Blutwerte meistens jedoch normal. Männer besitzen Normalwerte von 40 – 130 U/l, während bei Frauen 35 – 105 U/l normal sind.

Leber und Y-GT untersuchen zur Überprüfung der Leberenzyme im Körper

Weitere Blutwerte, die mit der Leber im Zusammenhang stehen, sind die sogenannten Y-GT-Werte (Gamma(γ)-Glutamyl-Transferase). Diese werden ebenso bei Verdacht auf eine Lebererkrankung (z.B. chronische Durchblutungsstörungen) überprüft, aber auch wenn eine Gallenwegserkrankung festgestellt, kontrolliert oder ausgeschlossen werden soll. Sind die Leberwerte normal, können solche Krankheiten ausgeschlossen werden. Chronischer Alkoholismus erhöht die Werte, genauso wie akutes Nierenversagen, Hirntumore und -blutungen, Herzinfarkte, manche Medikamente u.a.

Nierenwerte im Blutbild

Nieren und dabei Harnstoff und Kreatinin untersuchen mit einem Bluttest

Wird die Niere kontrolliert, nimmt der Arzt den Harnstoff, das Kreatinin und das Kreatinin-Clearance aus den Blutwerten zu Hilfe. Wird die Niere über die Blutwerte untersucht, wird neben einer Blutprobe aber auch der Harn analysiert. Der Nierenwert in Blut und Harn dient dazu, Erkrankungen zu diagnostizieren, aber auch bereits bekannte Krankheiten zu beobachten und kontrollieren.

Harnstoff

Harnstoff-Werte aus der Niere steigen bei einer Nierenunterfunktion

Der Harnstoff wird unter anderem zur Kontrolle der Eiweißzufuhr bei einem Patienten untersucht, wenn eine Nierenschwäche bekannt ist. Da sich die Blutwerte erst dann erhöhen, wenn eine Nierenunterfunktion vorliegt und diese nur noch zu 25 % funktionieren, ist der Harnstoff nicht als Routineparameter geeignet. Er dient lediglich zur Diagnose und als regelmäßige Kontrolle. Erhöhte Harnstoffwerte können Müdigkeitsgefühl, Kopfschmerzen und Fieber zur Folge haben. Auch die Häufigkeit des Toilettengangs vermehrt sich und er kann von Schmerzen begleitet sein.
Der Harnstoff Normwert liegt bei 17 – 43 mg/dl für Frauen und 18 – 55 mg/dl für Männer.

Krea Wert im Blut

Kreatinin-Wert der Nieren aus dem Blutbild deuten und Stoffwechsel überprüfen

Kreatinin ist ein Produkt des Stoffwechsels, der aus dem Kreatin aus den Muskeln entsteht. Es handelt sich also um ein Abbauprodukt, der aus dem für die Muskelarbeit wichtigen Kreatin. Was sagt der Kreatininwert aus? Besteht der Verdacht auf eine Störung der Nierenfunktion, werden die Kreatinin-Werte herangezogen. Sie können außerdem auch Aufschluss über eventuelle Stoffwechsel-, Bindegewebserkrankungen, Bluthochdruck und sogenanntem Volumenverlust geben. Das Kreatinin-Clearance ist wiederum ein Maß für jenes Kreatinin, das über die Niere wieder ausgeschieden wird.

Frauen besitzen einen Normalwert von 0,66 – 1,09 mg/dl und Männer von 0,84 – 1,44 mg/dl. Typische Kreatinin-Clearance-Werte bei Frauen zwischen 25 und 50 Jahren sind wiederum 70 – 110 ml/min und bei Männern in demselben Alter 95 – 140 ml/min.

Erhöhte Nierenwerte – Ursache

Nierenwerte verändern sich bei Bluthochdruck, Stoffwechselstörungen und Krankheiten des Bindegewebes

Sind die Nierenwerte zu niedrig, hat das im Großen und Ganzen keine weitere medizinische Bedeutung. Niedrige Werte treten unter anderem während der Schwangerschaft auf, aber auch bei Untergwicht und Verkümmerung der Muskulatur. Sind wiederum die Nierenwerte zu hoch, kann dies verschiedene Ursachen haben. Schlechte Nierenwerte sind beispielsweise Folge einer chronischen Nierenerkrankung, von akutem Nierenversagen, aber auch von Wassermangel, die ihrerseits auf unterschiedliche Weise verursacht werden können.

Blutfettwerte

Blutfettwerte bestehen aus Cholesterin und Triglyzeride, sowie andere Blutwerte

Die wohl bekanntesten Blutwerte, wenn es um das Blutfett geht, sind wohl die Cholesterin-Werte. Für den Arzt können aber auch andere Blutwerte interessant und wichtig sein, darunter auch die Triglyzeride. Werden die Blutfettwerte analysiert, kann der Arzt feststellen, wie hoch das Risiko einer Fettstoffwechselstörung und Arteriosklerose ist.

Cholesterin Blutwerte

Cholesterol-Werte werden ermittelt, um das Risiko für Infakrte zu senken

Beim Cholesterin unterscheidet man zwei Blutwerte. Während der HDL (High Density Lipoprotein) möglichst hoch sein sollte, ist es beim LDL (Low Density Lipoprotein) besser, wenn er möglichst niedrig ist. Unbedenkliche Cholesterin-Werte sind unter 200 mg/dl beziehungsweise unter 5,2 mmol/l für beide Geschlechter.

HDL Blutwerte

HDL Cholesterin ist das gute, da überschüssige Fette nicht Gefäße verstopfen

Das HDL nennt sich auch das „gute Cholesterin“. Grund dafür ist, dass eine Verkalkung der Arterien nicht durch das HDL verursacht wird, durch das LDL aber schon. HDL transportiert das Cholesterin aus den Körperzellen in die Leber, die anschließend die Aufgabe hat, das Blutfett abzubauen. Überschüssige Fette werden an den Gefäßwänden gesammelt (sogenannte Arterienverkalkung), was Herzinfarkte und Schlaganfälle zur Folge haben kann. HDL kann diese aber wieder entfernen. Der normale HDL-Cholesterin liegt bei über 40 mg/l beziehungsweise über 1,0 mmol/l. Um zu überprüfen, ob das Risiko einer Arterienverkalkung besteht, nimmt der Arzt also die HDL-Werte zu Hilfe.

LDL Blutwerte

LDL Cholesterin ist schlecht, denn es kann zu Herzinfarkt und Schlaganfall führen

LDL ist wiederum das „schlechte Cholesterin“, denn dieser kann zu einer Arterienverkalkung führen. Dieses Lipoprotein nimmt das vom HDL in die Leber transportierte Cholesterin dort auf und transportiert es seinerseits wiederum in die Körperzellen. Die Zellen nutzen es, um ihre Zellwände zu bauen und Hormone zu produzieren. Sind die Cholesterin-Blutfettwerte zu hoch, wird die Balance in der Produktion des Cholesterins gestört. Es wird mehr als nötig hergestellt und dieser Überschuss lagert sich unter anderem an den Gefäßwänden ab. Hohe Blutfettwerte erhöhen dementsprechend also auch das Risiko für verschiedene Herzkrankheiten (Schlaganfall, Herzinfarkt). Normale Werte für das LDL-Cholesterin betragen weniger als 160 mg/dl beziehungsweise weniger als 4,1 mmol/l, sowohl für Männer, als auch für Frauen. Sie können die Normwerte für Cholesterin in der Tabelle finden.

Triglyzeride als Blutwerte verstehen

Triglyzeride werden über Nahrung aufgenommen und können zu Übergewicht und Zuckerkrankheit führen

Die ebenso als Neutralfette bekannten Triglyzeriden werden wiederum unter anderem mit der Nahrung aufgenommen. Während niedrige Werte nur sehr selten vorkommen, können erhöhte Blutfettwerte verschiedene Ursachen haben. Eine Schwangerschaft ist eine davon. Aber auch bei Übergewicht und Diabetes schießen die Blutwerte in die Höhe, sowie bei erhöhtem Alkoholkonsum oder wenn Erkrankungen der Leber vorliegen. Erhöhte Werte begünstigen verschiedene Krankheiten, darunter Herzinfarkte, Schlaganfälle, Zuckerkrankheit durch Insulinresistenz und Bauchspeicheldrüsenentzündung. Die Normalwerte sind für Frauen und Männer gleich und liegen bei unter 150 mg/dl beziehungsweise 1,7 mmol/l.

Blutfettwerte senken

Bluttfettwerte senken durch gesunde Ernährung und regelmäßigem Sport für guten Stoffwechsel

Möchten Sie auf natürliche Weise Ihre Blutfettwerte senken, können Sie dies zum einen mit der richtigen Ernährung tun. Vermeiden Sie fettige und ungesunde Nahrungsmittel und Getränke und schaffen Sie einen gesünderen Ernährungsplan. Treiben Sie außerdem regelmäßig Ausdauersport, um den Kreislauf in Schwung zu bringen. Vermeiden Sie Zigaretten, Alkohol und Stress. Es kann nämlich auch ein schlechtes Blutbild durch Stress provoziert werden.

Schilddrüsenwerte

Schilddrüse werden in TSH, T3 und T4 unterteilt und die Blutwerte zeigen den Hormonhaushalt

Stehen Hormonprobleme unter Verdacht, wird die Schilddrüse untersucht. Ein Teil davon sind auch die Blutwerte der Schilddrüse, die anhand einer Blutprobe ermittelt werden können. Der Arzt schaut sich dann außer dem TSH-Wert (Thyreoida-stimulierendes Hormon) das T3 (Trijodthyronin) und das T4 (L-Thyroxin) an. Der TSH Normalwert liegt bei 0,27 – 2,5 mU/l und ist bei beiden Geschlechtern gleich. Sind bei der Schilddrüse Blutwerte mit höheren Werten festzustellen, ist dies ein Hinweis auf eine Schilddrüsenunterfunktion. Sind die Blutwerte hingegen zu niedrig, bedeutet das eine Schilddrüsenüberfunktion. Sie finden weitere Schilddrüsenwerte in der Tabelle unten.

Was sind normale Blutwerte – Blutbild Werte Tabelle

Blutwerte verstehen mit einer Tabelle mit Abkürzungen und Normalwerten

Um Ihnen einen genaueren Überblick zu verschaffen, haben wir die Blutwerte in einer Tabelle mit Abkürzungen zusammengefasst und darin die Normerte für Frauen und Männer aufgelistet.

ACHTUNG! Da sich die Blutwerte von Mensch zu Mensch unterscheiden können und auch die verschiedenen Labore unterschiedliche Normwerte anerkennen, sollten die von uns aufgelisteten Blutwerte nicht zur Selbstdiagnose genutzt werden. Ziehen Sie außerdem immer einen Arzt zu Rate, denn nicht immer müssen die erwähnten Krankheiten die Ursache für von der Norm abweichende Werte sein.

 Blutwerte verstehen mit Tabelle

 MännerFrauen
Erythrozyten (rote Blutkörperchen)4,3 - 5,6 Mio./µl4,0 - 5,4 Mio./µl
Leukozyten (weiße Blutkörperchen)3.800 - 10.500/µl3.800 - 10.500/µl
Thrombozyten (Blutplättchen)140.000 - 345.000/µl140.000 - 345.000/µl
Hb (Hämoglobin)13 - 17 g/dl12 - 16 g/dl
MCH28 - 33 pg/ Zelle28 - 33 pg/ Zelle
Hämatokrit42 - 50 %38 - 44 %
BSG (Blutsenkungsgeschwindigkeit)3 - 10 mm nach 1 Stunde6 - 10 mm nach 1 Stunde
CRP< 5 mg/l< 5 mg/l
Differentialblutbild
Eosinophile Granulozyten50 - 250 Mio./µl (1-4 %)50 - 250 Mio./µl (1-4 %)
Basophile Granulozyten15 - 50 Mio./µl (0-1 %)15 - 50 Mio./µl (0-1 %)
segmentkernige Neutrophile54 - 62 %54 - 62 %
stabkernige Neutrophile3 - 5 %3 - 5 %
Monozyten3 - 8 %3 - 8 %
Lymphozyten25 - 45 %25 - 45 %
ASL200/ml200/ml
Blutfettwerte
Triglyzeriden< 150 mg/dl; < 1,7 mmol/l< 150 mg/dl; < 1,7 mmol/l
Cholesterin< 200 mg/dl; < 5,2 mmol/l< 200 mg/dl; < 5,2 mmol/l
LDL-Cholesterin< 160 mg/dl; < 4,1 mmol/l< 160 mg/dl; < 4,1 mmol/l
HDL-Cholesterin> 40 mg/l; > 1,0 mmol/l> 40 mg/l; > 1,0 mmol/l
Leberwerte
GOT<50 U/l<35 U/l
GPT<50 U/l<35 U/l
GGT<60 U/l<40 U/l
AP40 - 130 U/l35 - 105 U/l
Y-GT12-64 U/l9-36 U/l
Nierenwerte
Hst (Harnstoff)18 - 55 mg/dl17 - 43 mg/dl
Harns (Harnsäure)3,4 - 7,0 mg/dl2,4 - 5,7 mg/dl
Krea (Kreatinin)0,84 - 1,44 mg/dl0,66 - 1,09 mg/dl
Kreatinin-Clearance95 - 140 ml/min (zw. 25 und 50 Jahren)70 - 110 ml/min (zw. 25 und 50 Jahren)
Schilddrüsenwerte
TSH (Thyreoida-stimulierendes Hormon)0,27 - 2,5 mU/l0,27 - 2,5 mU/l
T3 (Trijodthyronin)67 - 163 ng/dl67 - 163 ng/dl
freies T32,6 - 5,1 pg/ml2,6 - 5,1 pg/ml
T4 (L-Thyroxin)5,1 - 12,6 µg/dl5,1 - 12,6 µg/dl
freies T41,0 - 1,8 ng/dl1,0 - 1,8 ng/dl

Mit Blutbild beim Hauarzt die Gesundheit überprüfen



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