Welche Buchsbaumarten gibt es? Verschiedene robuste Buchsbaumsorten für jede Gartensituation

Autor: Olga Schneider

Ob als Akzent im klassischen Garten oder als Heckenpflanze: Buchsbäume sind aus dem deutschen Garten nicht mehr wegzudenken. Auch weltweit hat sich der kleinwüchsige Strauch zu einem beliebten Element der Gartengestaltung etabliert. Nun stellt sich für den Hobby-Gärtner die Frage: „Welche Buchsbaumarten gibt es?“ Wir listen für Sie verschiedene Buchsbaumarten auf, die je nach Gartensituation vielseitig eingesetzt werden können.

Welche Buchsbaumarten gibt es?

Verschiedene Buchsbaumarten der gewöhnlcihe Buchsbaum als Heckenpflanze robuste Sorten

Obwohl es weltweit eine große Vielfalt an Buchsbaumarten gibt, sind in Europa vor allem drei verbreitet: der Kleinblättrige Buchsbaum, der Gewöhnliche Buchsbaum und der Japanische Buchsbaum. Jede dieser drei Buchsbaumarten hat ihre Vor- und Nachteile und kann je nach Wunsch und Sorte unterschiedlich im heimischen Garten eingesetzt werden. Wir verleihen Ihnen einen Überblick und listen die besonders resistenten Buchsbaumsorten auf.

Verschiedene Buchsbaumarten im Überblick: Der Gewöhnliche Buchsbaum (Buxus Sempervirens)

Garten mit Hecke aus Buchsbaum in Form schneiden Tipps

Der Gewöhnliche Buchsbaum gehört zu der Gattung Buxus. Es geht um eine einheimische Pflanze, die weit in Süd- und Mitteleuropa verbreitet ist. Der Gewöhnliche Buchsbaum ist immergrün und winterhart und erreicht eine maximale Wuchshöhe von bis zu 4 Metern. Da der gewöhnliche Buchsbaum allerdings sehr langsam wächst und zurückgeschnitten werden kann, eignet er sich perfekt als Heckenpflanze und zur Pflanzung an der Grundstücksgrenze.

Robuste Buchsbaumsorten für Garten winterhart und pilzresistent

Verwendung: Die Pflanze findet auch weitere Einsatzmöglichkeiten im heimischen Garten. Das Formschnittgehölz kann das Grundstück in mehrere Bereiche abteilen, als Beeteinfassung dienen, Gartenwege und Terrassen umrahmen und einfach als Dekoration im Garten eingesetzt werden. Von Buchskugeln bis hin zu Quadraten und Kegeln: Mit einer Gartenschere lässt sich der Gewöhnliche Buchsbaum ohne viel Mühe in die gewünschte Form bringen.

Ansprüche an Standort und Boden, Pflege: Die Pflanze gedeiht am besten an sonnigen, absonnigen und halbschattigen Standorten. Was den Boden angeht, ist der Gewöhnliche Buchsbaum anspruchslos: ein lockerer, humoser Gartenboden bietet die beste Voraussetzung für ein schnelles Wachstum. Da die Pflanze viel Wasser braucht, ist eine gute Drainage ein absolutes Muss.

Vorteile: Winterhart, immergrün, bienenfreundlich

Nachteile: Wächst sehr langsam, es dauert mehrere Jahre bis ein blickdichter Schutz entsteht.

Der Gewöhnliche Buchsbaum: Resistente Sorten

resistente Sorten gewöhnlicher Buchsbaum pflanzen


Es gibt zahlreiche Buchsbaumsorten, die gegen Schädlinge und Pilze resistent sind. Im Folgenden listen wir mehrere Sorten auf, die bei den Hobby-Gärtnern besonders beliebt sind.

  • Die Sorte „Graham Blandy“ ist ebenfalls pilzresistent. Der Strauch ist hochwachsend, hat eine Säulenform und eignet sich daher als Akzent im Beet und als Kübelbepflanzung.

gewöhnlicher Buchsbaum resistente Sorte North Star

  • „North Star“ ist eine pilzresistente Sorte. Sie wird sehr selten vom Pilz „Fusarium buxicola“ befallen. Dieser Pilz löst die Buchsbaumwelke aus, eine Krankheit, bei der einzelne Zweige absterben. Die Sorte „North Star“ hat einen kompakten kugelförmigen Wuchs und ist die perfekte Pflanze für die Terrassenumrandung.
  • Die Buchsbaumsorte „Dee Runk“ hat einen aufrechten, kompakten Wuchs und lässt sich schnell und mühelos in die gewünschte Form schneiden. Diese Sorte bietet sich für Hecken. Als Kübelpflanze wird sie vor allem als Sichtschutz für Terrasse und Balkon eingesetzt.

Kleinblättriger Buchsbaum (Buxus Microphylla): Die perfekte Kübelpflanze

Kleinblättriger Buchsbaum als Kübepflanze auf Terrasse


Der Kleinblättrige Buchsbaum punktet mit seinem kompakten, aber dichten Wuchs und seinen glänzenden tiefgrünen Blättern. Die immergrüne Pflanze hat von Natur aus eine Kugelform, der man verschiedene Formschnitte verpassen kann. Der Buchsbaum wächst sehr langsam. Es dauert ca. 10 Jahre, bis er 75 cm hoch und 75 cm breit wird.

Verwendung: Die Staude kann als Solitärpflanze am Rasenrand, in Gartenecken oder auf der Terrasse eingesetzt werden. Als Kübelpflanze kann er zusammen mit Ziergräsern, Zypressen und Blumen schöne Ensembles bilden. Er findet auch in der Floristik Anwendung.

Welche Buchsbaumarten gibt es kleinblättriger Buchsbaum als Solitärpflanze und in Gruppen

Ansprüche an Standort, Boden und Pflege: Die Pflanze ist winterhart und immergrün und kann selbst Temperaturen unter -10 Grad Celsius gut vertragen. Die Staude bevorzugt einen Standort in der Vollsonne oder im Halbschatten. Auch in schattigen Bereichen kann er gut gedeihen, wenn er regelmäßig gegossen wird. Als optimal erweist sich ein mäßig feuchter, nährstoffreicher und kalkhaltiger Boden.

Vorteile: Zahlreiche Einsatzmöglichkeiten: als Solitärpflanze oder für niedrige Hecken

Nachteile: Wächst durchschnittlich 10 cm jährlich

Kleinblättriger Buchsbaum: Niedrige Sorten

Kleinblättriger Buchsbaum niedrige Sorten für Hecken und in Kübeln

  • Die Sorte „Golden Dream“ hat gelbgrüne Blätter, die einen reizvollen Kontrast zu anderen immergrünen Pflanzen im Garten bilden können. Dieser Kleinblättrige Buchsbaum erreicht eine maximale Höhe von 1 Meter und wird nicht mehr als 60 cm breit. In der Regel bleiben die meisten Pflanzen allerdings um die 60 cm hoch und 40 cm breit.

Kleinblättriger Buchsbaum niedrige Sorten Sprinter

  • Auch die Sorte „Sprinter“ wird um die 60 bis 80 cm hoch. Die maximale Höhe beträgt 1 Meter, allerdings wächst die Pflanze sehr langsam. Sie ist eine niedrige Sorte, die sowohl im Pflanzkübel, als auch im Blumenbeet eine gute Figur macht.
  • Eine weitere niedrige Sorte ist „John Baldwin“. Dieser Buchsbaum zeichnet sich durch seine Kegelform und sein grünblaues Blattwerk aus.

Verschiedene Buchsbaumarten: Der Japanische Buchsbaum (Buxus microphylla japonica)

Japanischer Buchsbaum als Heckenpflanze für Vorgarten

Der Japanische Buchsbaum kommt eigentlich aus Korea, wurde aber bereits vor Hunderten von Jahren nach Japan gebracht und dort kultiviert. Daher wird „Buxus microphylla japonica“ in Europa und in den USA als Japanischer Buchsbaum bezeichnet. Optisch lässt er sich von den anderen zwei Buchsbaumsorten kaum unterscheiden, allerdings handelt es sich hier um eine schnell wachsende Pflanze, die bis zu 2,5 Meter hoch wird. Ihr ausladender Wuchs (der Buchsbaum wird bis zu 3,5 Meter breit) ist typisch für die Gattung.

japanischer Buchsbaumsorten pilzresistent und winterhart

Die meisten Buchsbaumsorten sind pilzresistent, winterhart und leiden selten an Winterbrand. Mit „Winterbrand“ werden Schäden an immergrünen Pflanzen bezeichnet, die durch Frost entstehen. Wenn die Erde bei Minustemperaturen friert, dann können die Pflanzen das Wasser im Boden nicht mehr aufnehmen und vertrocknen. Die betroffenen Pflanzenteile verfärben sich braun, die Zweige und Blätter sterben ab. Der Japanische Buchsbaum ist allerdings ein Tiefwurzler und hat sich im Laufe der Zeit an Minustemperaturen gewöhnt. Selbst ein gefrorener Boden macht ihm nichts aus.

Japanischer Buchsbaum niedrige Sorten Wedding Ring

Verwendung: Wie alle Buchsbaumarten lässt sich auch der Japanische Buchsbaum in die gewünschte Form schneiden. Er wächst aufrecht und findet deswegen vor allem als Heckenpflanze Einsatz. Er kann aber noch viel mehr, zum Beispiel den großen Garten in verschiedene Bereiche aufteilen und Sichtschutz für die Terrasse bieten.

Ansprüche an Standort, Boden und Pflege-Tipps: Das Laubgehölz gedeiht an sonnigen, halbschattigen und schattigen Standorten, solange er regelmäßig gegossen wird. Als optimal erweist sich ein durchlässiger und humoser Boden. Bei Bedarf können die Jungpflanzen mit Langzeitdünger versorgt werden. Die gute Drainage ist notwendig, da die Staude keine Staunässe verträgt.

Vorteile: Wächst schnell, wird sehr hoch, bietet Sicht- und Windschutz

Nachteile: Gedeiht gut im Halbschatten, für schattige Standorte ist allerdings der Gewöhnliche Buchsbaum besser geeignet.

Der Japanische Buchsbaum: Neue robuste Buchsbaumsorten

kleinblättriger Buchsbaum niedrige Sorten Winter Gem

In den Gartenzentren in den USA wird eine große Auswahl an japanischen Buchsbäumen angeboten. Es werden ständig neue robuste Buchsbaumsorten gezüchtet. Auch in Europa haben sich zwei Sorten in die Herzen der Hobby-Gärtner hineingeschlichen.

  • Die Sorte „Winter Gem“ ist frostsicher und pilzresistent. Sie wächst schnell und lässt sich problemlos in die gewünschte Form bringen.
  • Die Sorte „Green Beauty“ zeichnet sich durch ihre dunkelgrünen Blätter aus. Diese Buchsbaumsorte ist sehr robust und kann Hitze, Regen, Frost, hohe Luftfeuchtigkeit und Trockenheit problemlos vertragen.
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