Schlafstörungen bei Katzenbesitzern: Schwedische Wissenschaftler behaupten, dass Katzenliebhaber schlechter als Hundebesitzer schlafen

Autor: Olga Schneider

Wer schläft besser: Hundehalter oder Katzenbesitzer? Forscher an der Universität Uppsala in Schweden behaupten, dass Schlafstörungen bei Katzenbesitzern öfter als bei Hundeliebhabern auftreten können. Die Wissenschaftlerin Lieve van Egmont und ihr Team haben nun eine sehr umfangreiche Studie durchgeführt, um eventuelle Schlafprobleme bei Tierbesitzern festzustellen.

Schlafstörungen bei Katzenbesitzern: Warum leiden Katzenliebhaber öfter an Schlaflosigkeit?

Schlafstörungen bein Katzenbesitzern häufiger als bei Hundeliebhabern

Mehr als 5000 Probanden nahmen an der Studie teil. Sie füllten Fragebögen aus und die Forscher analysierten dann die Daten. Das erste Ergebnis der Studie war für sie überraschend. Sie verglichen die Häufigkeit, mit der Schlafprobleme bei Hundebesitzern und Menschen ohne Tiere auftreten und konnten keine großen Unterschiede finden. Das bedeutet, dass Hundebesitzer etwa die gleiche Schlafqualität wie Menschen ohne Tiere haben.

Als die Wissenschaftler eine ähnliche Analyse auch für die Katzenbesitzer durchführten, stellten sie deutliche Unterschiede in der Schlafqualität fest. Die Menschen, die eine oder mehrere Katzen zu Hause hatten, bekamen in der Regel weniger Schlaf als das empfohlene Minimum von acht Stunden. Besonders gefährdet sind Tierliebhaber, die zusammen mit ihren Katzen in einem Bett oder in einem Zimmer schlafen. Das liegt daran, dass Katzen früh morgens und abends am aktivsten sind. Ihr Schlaf-Wach-Rhythmus unterscheidet sich deutlich von diesem der Menschen und im Unterschied zu Hunden passen sie ihre Schlafgewohnheiten nicht an ihren Besitzer an. Deswegen wachen Katzenbesitzer mehrmals auf, was mit der Zeit zu Schlafstörungen führen könnte.

Katzen können die Schlafqualität bei Menschen mit Depressionen und Angststörungen verbessern

Schlafstörungen bei Katzenbesitzern neue Studie Ergebnisse

Aber es gibt auch gute Nachrichten: Katzen sind nicht an schlechter Schlafqualität, Einschlafproblemen und einer schlechten Verteilung der Schlafphasen schuld. Wer also solche Probleme hat, sollte sich bei einem Spezialisten beraten lassen. Katzen und andere Haustiere können zudem die Schlafqualität von Patienten mit Depressionen deutlich verbessern. Menschen, die an Angststörungen und Panikattacken leiden, können sogar vom Schlafen mit einer Katze profitieren. Denn Katzen wirken beruhigend und können helfen, sich vor dem Einschlafen zu entspannen.

Zu der Studie

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