Patienten mit rheumatoider Arthritis haben eine höhere Körpertemperatur als gesunde Menschen

Autor: Olga Schneider

Patienten mit rheumatoider Arthritis, die momentan in Remission sind, haben trotzdem eine höhere Körpertemperatur als gesunde Menschen. Das haben Forscher an der Staffordshire Universität in Großbritannien festgestellt.

Patienten mit rheumatoider Arthritis: Forscher finden eine neue Methode zur Diagnostizierung

Neue methode zur Diagnos von Rheuma Erkrankungen

Die rheumatoide Arthritis zählt zu den Volkskrankheiten. Gelenkschmerzen, warme Hände und Füße, Morgensteifigkeit und Fieber zählen zu den ersten Symptomen, die die Betroffenen entwickeln. Zur Diagnosestellung werden die Patienten mit Röntgen untersucht und Bluttests gemacht. Wenn die Krankheit früh diagnostiziert und mit den richtigen Medikamenten behandelt wird, dann kann es zu einer Remission kommen.

Je früher die Erkrankung diagnostiziert wird, desto effektiver ist die Behandlung und desto besser die Prognose. Deswegen sind Forscher immer auf der Suche nach neuen Methoden zur nicht invasiven Diagnostik. Die Wissenschaftler der Staffordshire Universität haben vielleicht eine gefunden. Im Rahmen einer Studie maßen sie die Temperatur von 32 Patienten mit rheumatoider Arthritis und verglichen dann die Ergebnisse mit dieser einer Kontrollgruppe aus 51 gesunden Menschen. Zu diesem Zweck haben sie Thermoscanner verwendet.

Alle Patienten, die untersucht wurden, waren in Remission. Konventionelle Untersuchungsmethoden lieferten keine Hinweise auf eine Entzündung. Mithilfe des Geräts konnten die Forscher allerdings feststellen, dass die Gelenke der Betroffenen wärmer als diese der gesunden Probanden waren.

Neue Methode zur Diagnose von rheumatoider Arthritis

Die ersten Ergebnisse sind auf jeden Fall vielversprechend. In Zukunft könnten die Ärzte kleine Thermoscanner verwenden, um frühzeitig eine Diagnose zu stellen oder nach Veränderungen in der Gelenkstruktur sowie Entzündungen zu prüfen. Auch die Patienten selbst könnten den Krankheitsverlauf mithilfe eines Thermoscanners kontrollieren und immer, wenn notwendig, den Arzt aufsuchen.

Die Tatsache, dass die Beschwerden verschwunden sind, bedeutet nicht, dass sich die Gelenke nicht wieder entzünden können. Mithilfe einer frühzeitigen Diagnostik können neue Entzündungen schnell behandelt werden.

Es ist auch eine sichere Methode, um den Krankheitsverlauf bei Patienten mit Entzündungen unter Kontrolle zu bringen. Die Rheuma-Beschwerden sind saisonal bedingt. Daher lohnt es sich, besonders in den Wintermonaten die Gelenke regelmäßig zu scannen.

Zum Bericht der Universität in Staffordshire

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