Medikament gegen Asthma mildert die Symptome von COVID-19 zu 90%?

Von Charlie Meier

Neue Forschungsergebnisse zeigen, dass eine frühzeitige Behandlung mit Budesonid, einem Medikament gegen Asthma, den Bedarf an dringender Pflege und Krankenhausaufenthalten bei Menschen mit COVID-19 um 90 % senkt. Die von der Universität Oxford durchgeführte Studie ergab, dass inhaliertes Budesonid, das Patienten mit COVID-19 innerhalb von sieben Tagen nach Auftreten der Symptome verabreicht wurde, auch die Erholungszeit verkürzte.

Inhalation von Medikament gegen Asthma bei Infektion mit Coronavirus

mann hält einen inhalator mit medikament gegen asthma während der covid 19 pandemie

Budesonid ist ein Kortikosteroid, das Ärzte zur Langzeitbehandlung von Asthma und chronisch obstruktiven Lungenerkrankungen (COPD) verwenden. Von 146 Personen nahm die Hälfte zweimal täglich 800 Mikrogramm des Medikaments ein. Die andere Hälfte erhielt die übliche Behandlung. Die Ergebnisse legen nahe, dass so ein Asthmaspray das relative Risiko einer dringenden Behandlung oder eines Krankenhausaufenthaltes während des 28-tägigen Studienzeitraums um 90 % verringerte. Teilnehmer, denen das Medikament gegen Asthma zugeteilt wurde, hatten nach 28 Tagen niedrigeres Fieber und weniger anhaltende Symptome. Es gab wichtige Durchbrüche bei COVID-19-Patienten im Krankenhaus. Ebenso wichtig ist die Behandlung früher Krankheiten, die eine klinische Verschlechterung verhindern kann. Darüber hinaus reduziert dies die Notwendigkeit einer dringenden Versorgung und eines Krankenhausaufenthaltes. Das gilt insbesondere für Milliarden von Menschen weltweit, die nur eingeschränkten Zugang zur Krankenhausversorgung haben.

pulseoximeter oder blutsauerstoffmessgerät bei infektion mit coronavirus oder krankheitsaufenthalt

Die Studienautoren sind erfreut, dass ein sicheres und vorhandenes Arzneimittel wie dieses Steroid einen positiven Einfluss auf die Infektion hat. Diese Studie zeigte auch, dass die anhaltenden Symptome bei denjenigen, die Budesonid erhielten, sich dadurch signifikant verringerten. Obwohl dies nicht das primäre Ergebnis der Studie ist, liefert es eine wichtige Erkenntnis. Anhaltende Symptome nach der anfänglichen Infektion mit Sars-CoV-2 haben sich nämlich als langfristiges Problem herausgestellt. Jede Intervention, die so eine Problematik angehen könnte, wäre daher ein großer Schritt nach vorne. Diese Forschung wurde von der Tatsache inspiriert, dass in den frühen Tagen der Pandemie Patienten mit chronischen Atemwegserkrankungen, denen häufig inhalative Steroide verschrieben werden, unter denjenigen, die mit COVID-19 ins Krankenhaus eingeliefert wurden, signifikant unterrepräsentiert waren.

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