Kognitive Störung bei Covid-19 nach dem Eindringen des Virus ins Gehirn?

Von Charlie Meier

Neue Forschungsergebnisse legen nahe, dass eine kognitive Störung aufgrund vom S1-Protein bei Sars-CoV-2 möglich ist. Die durch das Coronavirus verursachte Infektion bewirkt wahrscheinlich, dass entzündliche Produkte, die einen Sturm im Gehirn verursachen, freigesetzt werden. Es gibt also immer mehr Hinweise darauf, dass Menschen mit COVID-19 unter neurologischen Symptomen wie Gedächtnisverlust und Müdigkeit leiden. In der neuen Studie konnten die Wissenschaftler feststellen, warum das passiert.

Durch Coronavirus verursachte kognitive Störung

detaillierte darstellung von s1 protein oder die stacheln des coronavirus

SARS-CoV-2 ist also wie viele Viren zuvor eine schlechte Nachricht für das Gehirn. In ihrer Arbeit fanden die Forscher heraus, dass das Spike-Protein, das häufig als rote Arme des Virus dargestellt wird, die Blut-Hirn-Schranke durchschreiten kann. Dies deutet stark darauf hin, dass die Ursache für das Eindringen des Coronavirus ins Gehirn nämlich das S1-Protein ist. Das Spike-Protein, oft als S1-Protein bezeichnet, bestimmt also, in welche Zellen das Virus eindringen kann. Normalerweise macht das Virus dasselbe wie sein Bindungsprotein, so die Studienautoren. Laut ihnen verursachen Bindungsproteine ​​wie S1 normalerweise selbst Schäden, wenn sie sich vom Virus lösen und Entzündungen auslösen. Das S1-Protein bewirkt, dass das Gehirn Zytokine und entzündliche Produkte freisetzt. In wissenschaftlichen Kreisen wird die durch die COVID-19-Infektion verursachte intensive Entzündung als Zytokinsturm bezeichnet. Wenn das Immunsystem das Virus und seine Proteine ​​erkennt, überreagiert es, um Eindringlinge abzutöten. Dies kann eine kognitive Störung wie Gedächtnisverlust oder Müdigkeit verursachen.

blutproben von covid 19 im labor deuten auf kognitive störung bei sars cov 2 hin

Diese Studie könnte viele der Komplikationen von COVID-19 erklären. Die Forscher wissen zum Beispiel, dass Patienten bei einer COVID-Infektion Atembeschwerden haben, weil ihre Lunge infiziert ist. Eine weitere Erklärung ist jedoch, dass das Virus in die Atmungszentren des Gehirns gelangt und dort ebenfalls Probleme verursacht. Der Transport von S1 im Riechkolben und in der Niere von Männern war im Experiment außerdem schneller als bei Frauen. Diese Beobachtung könnte sich auf die erhöhte Anfälligkeit von Männern für schwerwiegendere COVID-19-Ergebnisse beziehen. Viele der Auswirkungen des Coronavirus könnten laut den Autoren der Studie akzentuiert und fortbestehen oder sogar durch das Eindringen von Viren in das Gehirn verursacht werden. Diese Auswirkungen könnten auch sehr lange anhalten.

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