Koffein am Tag verändert auch in kleinen Mengen die Geburtsgröße von Babys

Autor: Charlie Meier

Schwangere Frauen, die durchschnittlich nur eine halbe Tasse Kaffee und entsprechend Koffein am Tag konsumierten, bekamen etwas kleinere Babys. Dies geht aus einer neuen Studie hervor, in der Forscher die Anthropometrie bei Neugeborenen untersuchten. Dementsprechend stellten sie eine entsprechende Verringerung der Größe und der Muskelmasse bei Säuglingen fest. Deren Mütter konsumierten sogar weniger als 200 Milligramm Koffein pro Tag, was sich jedoch darauf auswirkte.

Wie viel Koffein am Tag beeinflusst den Fötus?

kaffeekonsum und auch moderate mengen von koffein am tag wirken sich auf geburtsgrößer aus

Eine kleinere Geburtsgröße kann dazu führen, dass Säuglinge später im Leben einem höheren Risiko für Fettleibigkeit, Herzerkrankungen und Diabetes ausgesetzt sind. Die Studienergebnisse deuten darauf hin, dass koffeinhaltige Getränke während der Schwangerschaft einzuschränken oder gänzlich zu vermeiden seien. Es ist außerdem auch eine gute Idee für Frauen, ihren Arzt über den Koffeinkonsum während der Schwangerschaft zu befragen. Für ihre Studie analysierten die Autoren Daten von mehr als 2000 rassisch und ethnisch unterschiedlichen Frauen. Sie waren in der 8. bis 13. Schwangerschaftswoche eingeschrieben, rauchten nicht und hatten keine gesundheitlichen Probleme. Im Vergleich zu Säuglingen, die von Frauen ohne oder mit einem minimalen Koffeingehalt im Blut geboren wurden, waren Neugeborene von Frauen mit den höchsten Werten bei der Geburt durchschnittlich 84 Gramm leichter und 0,44 cm kürzer. Außerdem war der Kopfumfang ihrer Babys um 0,28 cm kleiner.

gynekologe misst bauchumfang von schwangerer frau

Basierend auf den eigenen Schätzungen der Frauen zu den konsumierten 50 Milligramm Koffein am Tag waren Säuglinge um 66 Gramm leichter als bei Nichtkonsumenten. In ähnlicher Weise hatten Neugeborene, die von Kaffeetrinkerinnen waren, auch einen um 0,32 Zentimeter kleineren Oberschenkelumfang. Die Forscher stellten fest, dass Koffein vermutlich zu einer Verengung der Blutgefäße in Uterus und Plazenta führt. Dies könnte die Blutversorgung des Fötus verringern und dementsprechend das Wachstum hemmen. In ähnlicher Weise glauben sie, dass Koffein möglicherweise fetale Stresshormone stören und Säuglinge einem Risiko für eine schnelle Gewichtszunahme nach der Geburt sowie für Fettleibigkeit, Herzerkrankungen und Diabetes im späteren Leben aussetzen könnte. Diese Studienergebnisse deuten also darauf hin, dass selbst ein moderater Koffeinkonsum mit einem verminderten Wachstum des Fötus verbunden sein kann.

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