Wie eine frühere Immunreaktion im Körper auf mildere Coronaviren gegen neue Varianten wie Omikron wirkt

Von Charlie Meier

Eine neue Studie legt nahe, dass frühere Antikörperreaktionen auf harmlose Coronaviren die Immunreaktion im Körper gegenüber Mutationen von Sars-CoV-2 stärkt. Dementsprechend sind Menschen, die gegen andere Grippeviren starke Immunantworten aufwiesen, gegen neue Infektionen besser geschützt, so die Studienautoren. Dazu führten sie eine Analyse der Antikörperspiegel in Blutproben, die vor dem Auftreten des Coronavirus entnommen wurden.

Warum eine Begegnung mit älteren Coronaviren die Immunreaktion im Körper verbessert

mögliche behandlung einer infektion mit delta variante von sars cov 2

Anhand von computerbasierten Modellen konnte das Team genau vorhersagen, wie gut die Antikörper an eindringende Viren binden und diese neutralisieren würden. Laut den Forschern reduziert die Kreuzreaktivität den Schweregrad einer Corona-Infektion durch bestehende Antikörper. Darüber hinaus konnten sie zeigen, dass Menschen mit SARS-CoV-2 im Vergleich zu nicht infizierten Personen geringere Antikörperspiegel gegen humane Coronaviren, die harmlos sind, aufwiesen. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass eine starke Antikörperantwort auf humane Coronaviren den Spiegel der Antikörper gegen SARS-CoV-2 erhöht. Wer also eine derartige Immunität bereits früher erlangt hat, ist vor schwerem COVID-19 oder die neuentdeckte mutierte Variante des Coronavirus namens Omikron besser geschützt. Diese Art der Immunantwort, als Kreuzreaktivität bekannt, tritt außerdem auch bei Immunreaktionen im Körper durch T-Zellen auf. Dies ist eine zusätzliche Linie des Immunsystems bei der Abwehr von Infektionen.

wirkung der impfstoffe gegen mutierte omikron variante des coronavirus zwecks immunreaktion im körper

Immunreaktionen gegen SARS-CoV-2, die durch Gedächtniszellen entstehen, sind jedoch weitaus effektiver als Kreuzreaktivität. Sie verkürzen aber die Infektion und reduzieren wie die Impfung die Symptome. Ob diese Kreuzreaktivität auch in umgekehrter Richtung funktioniert, ist jedoch noch nicht bekannt. Daher ist die Immunität gegen SARS-CoV-2 durch Impfstoffe gegen andere menschliche Coronaviren noch zu klären. Wenn die SARS-CoV-2-Immunität auch einen gewissen Schutz vor einer Ansteckung mit anderen Coronaviren bietet, könnte dies einen umfassenden Schutz gegen andere Coronaviren bieten, so die Autoren dieser Studie. Darüber hinaus wäre die Immunabwehr gegen neue Varianten laut den Virologen weitaus stärker. Diese Idee wird auch dadurch gestützt, dass die Kreuzreaktivität nicht nur auf Antikörpern, sondern sehr wahrscheinlich auch auf T-Zellen basiert.

Anzeige



Bild einbetten

Code kopieren, um das Bild einzubetten: Großes Bild: Kleines Bild: BB-Code:
Fertig