Essen zum Mitnehmen in Take-Away-Boxen oder eigenen Behältern aufbewahren?

Von Olga Schneider

Das Essen zum Mitnehmen ist in Coronazeiten oft die einzige Möglichkeit, sich einen Abend das Kochen zu ersparen. Die Gerichte werden in Take-Away-Boxen geliefert bzw. mitgenommen. Wenn allerdings Essensreste übrig bleiben, fragt man sich oft: Wie sollten sie richtig aufbewahrt werden?

Essen zum Mitnehmen richtig aufbewahren: Take-Away-Boxen nicht in der Mikrowelle erhitzen

Essen zum Mitnehmen in Take Away Box

Take-Away-Boxen aus Kunststoff können BPA enthalten. Die Chemikalie wird bei der Herstellung von Kunststoffbehältern seit den 50er Jahren verwendet und kann bestimmte Hormone aus dem Gleichgewicht bringen. Studien haben einen Zusammenhang zwischen Adipositas, Diabetes und Fruchtbarkeitsproblemen nachgewiesen.

Besonders gefährlich ist BPA für Kinder. Eine Studie enthüllt, dass Menschen, die in ihren Kinderjahren BPA über Nahrung und Wasser eingenommen haben, mehr von Depressionen und Angststörungen gefährdet waren als Menschen, die keinen Kontakt mit BPA-Produkten hatten. Früher wurden Babyflaschen aus BPA hergestellt, seit vielen Jahren ist das aber nicht mehr der Fall.

BPA kann beim Erhitzen abgegeben werden und in das Essen gelangen. Das lässt sich aber vermeiden, wenn man das Essen in eigenen Behältern, am besten aus Glas oder Porzellan aufbewahrt. Die Take-Away-Boxen sollten nie in die Mikrowelle gestellt werden. In Deutschland bieten manche Gastronomen Mehrwegbehälter zum Mitnehmen. In einigen Fällen ist es sogar möglich, dass man seinen eigenen Behälter mitbringt und so das Essen transportiert. Diesbezüglich gibt es strenge Regelungen.

Essen zum Mitnehmen wie Essensreste aufbewahren

An erster Stelle ist der Kunde für die Sauberkeit seines Behälters verantwortlich. Das Personal im Restaurant kann sich weigern, den Transportbehälter zu befüllen, wenn die Hygiene nicht stimmt. Das Personal ist allerdings dafür verantwortlich, dass der Behälter an einer bestimmten Stelle gefüllt und geschlossen wird und diese dann regelmäßig gründlich zu reinigen. So lässt sich die Übertragung von gefährlichen Keimen vermeiden.

Diese Vorgehensweise hat noch einen entscheidenden Vorteil: sie ist umweltfreundlich. Im vorigen Jahr ist der Konsum von Einwegverpackungen deutlich gestiegen. Einerseits ist das gut, weil dadurch die Verbreitung vom Coronavirus einigermaßen eingehalten werden kann. Andererseits wird durch Einwegverpackungen deutlich mehr Müll produziert.

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