Einnahme von Aspirin in Verbindung mit milden Symptomen von COVID-19

Autor: Charlie Meier

Selbst eine niedrige Dosis einer Einnahme von Aspirin kann die Schwere des Krankheitsverlaufs während einer Infektion mit Sars-CoV-2 reduzieren. Dies geht aus einer neuen Studie hervor, in der die Forscher den Zusammenhang zwischen dem verringerten Todesrisiko und dem Medikament untersuchten. Als Blutgerinnungshemmer könnte das Arzneimittel den Bedarf an mechanischer Beatmung und Aufnahme auf die Intensivstation sowie das Sterberisiko verringern.

Neue Erkenntnisse über die Einnahme von Aspirin bei Coronavirus

verringertes todesrisiko bei covid 19 durch die einnahme von aspirin gegen schweren krankheitsverlauf

Als Blutverdünner hilft Aspirin, die Bildung von Blutgerinnseln oder Thromben, die die Blutgefäße blockieren können, zu verhindern. Diese versorgen Herz, Gehirn, Lunge und andere lebenswichtige Organe. Eine allgemein anerkannte Einschränkung der Einnahme von Aspirin als vorbeugende Behandlung besteht darin, dass es zu einem geringfügigen Anstieg des Blutungsrisikos führt. Angesichts der geringen Kosten und des Nachweises seiner allgemeinen Sicherheit und Wirksamkeit bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen beschlossen die Forscher jedoch, eine Pilotstudie an Krankenhauspatienten mit COVID-19 durchzuführen. Gleichzeitig fanden die Forscher keine Hinweise darauf, dass Aspirin das Blutungsrisiko erhöht. Zusätzlich zur Verhinderung der Gerinnung reduziert Aspirin die Spiegel eines Immunsignalmoleküls namens Interleukin-6 (IL-6). Das Molekül ist mit der Immunüberreaktion oder dem Zytokinsturm verbunden. Dieser Zustand betrifft oft Menschen mit COVID-19 auf der Intensivstation. Die Studienautoren betonen jedoch auch, dass andere Forscher randomisierte kontrollierte klinische Studien durchführen müssen, um ihre Ergebnisse zu bestätigen.

arzt mit schutzkleidung entnimmt probe aus dem rachenraum eines patienten mit coronavirus

Unter denjenigen, die Aspirin einnahmen, betrug die mittlere Tagesdosis 81 Milligramm und die mittlere Behandlungsdauer 6 Tage. Nach diesen Anpassungen war die Einnahme von Aspirin mit einem um 43 % verringerten Risiko für die Aufnahme auf der Intensivstation verbunden. Das Risiko für mechanische Beatmung sowie das Sterberisiko im Krankenhaus waren entsprechend mit 44 % und 47 % niedriger. Interessanterweise fanden die Autoren dieser Studie keinen Unterschied in der offenen Thrombose zwischen der Versuchsgruppe und der Nicht-Aspirin-Gruppe. Sie weisen jedoch darauf hin, dass die Anzahl der Fälle in beiden Gruppen gering war. Dies schränkt die statistische Zuverlässigkeit des Befundes ein.

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