Einmalige Covid-Impfung nach einer schweren Erkrankung könnte uns effektiv vor erneuten Infektionen schützen

Von Olga Schneider

Damit die Coronavirus-Pandemie aufgehalten werden kann, muss die Bevölkerung geimpft werden. Wie sieht es aber aus für diejenigen, die schwer an Coronavirus erkrankt waren? Forscher aus Israel haben eine Studie durchgeführt und anhand der Ergebnisse festgestellt, dass auch eine einmalige Covid-Impfung Schutz vor erneuten Ansteckungen und schweren Krankheitsverläufen bieten kann.

Für wen könnte eine einmalige Covid-Impfung infrage kommen?

Covid-Impfung eine Dosis reicht für Schutz bei Menschen mit schwerem Verlauf

Nach einem schweren Covid-Krankheitsverlauf braucht der menschliche Körper Zeit, um sich zu erholen. Umso wichtiger ist es, dass alle Patienten vor erneuten Ansteckungen geschützt werden. Die Impfstoff-Hersteller haben aber begrenzte Kapazitäten und es gibt in vielen Ländern einen Mangel an Impfstoffen. Daher wollten die Forscher herausfinden, ob in einigen Fällen eine Dosis ausreichenden Schutz bieten kann. Zu diesem Zweck prüften sie die Patienten-Akten von 4 938 ehemals infizierten Patienten, die eine erste Impfdosis bekommen haben und verglichen die Daten mit diesen einer Testgruppe. Diese Testgruppe bildeten mehr als 3000 nicht geimpfte Covid-Patienten mit einer akuten Infektion. Sie stellten fest, dass nach einem schweren Krankheitsverlauf auch eine einzelne Impfdosis genügend ist, um den Patienten vor Covid zu schützen. Die Viruslast bei solchen Patienten war deutlich geringer als diese bei nicht geimpften Covid-Patienten.

Die Wissenschaftler ziehen die Schlussfolgerung, dass solche Patienten auch mit nur einer Impfdosis geschützt sind. Das ist vor allem für Länder, wo es an Impfstoffen mangelt, sehr wichtig. Denn am Anfang sollten alle Risiko-Gruppen und -Berufe geschützt werden.

Warum sollten sich auch ehemals Infizierte impfen lassen?

Covid-Impfung bei Menschen mit schwerem Krankheitsverlauf-Risiko

Selbst ein schwerer Krankheitsverlauf kann nicht garantieren, dass der Körper ausreichend neutralisierende Antikörper bilden wird. Andere Studien haben bereits nachgewiesen, dass bei rund der Hälfte aller Covid-Patienten keine Antikörper nachweisbar sind. Das ist eigentlich nicht überraschend, denn bei allen Coronaviren ist der Antikörperschutz nur vorübergehend und bereits nach wenigen Monaten nicht mehr nachweisbar. Deswegen raten die Experten dazu, dass auch ehemals infizierte sich impfen lassen. Eine akute und schwere Infektion kann nicht garantieren, dass man lange danach vor einer zweiten Ansteckung geschützt ist.

Zu der Studie

Anzeige



Bild einbetten

Code kopieren, um das Bild einzubetten: Großes Bild: Kleines Bild: BB-Code:
Fertig