Könnte die afrikanische Schweinepest anfangs Sars-CoV-2 bewirkt haben?

Von Charlie Meier

Ein kürzlich erschienenes Papier unterstützt das Argument, dass die COVID-19-Pandemie nicht im Labor, sondern durch die afrikanische Schweinepest begonnen hat. Interessanterweise diskutieren die Autoren auch, ob Zoonose-Erreger beim Ereignis, das zur globalen Übertragung des neuartigen Coronavirus führte, eine Rolle gespielt haben könnten. Die neuen Studienergebnisse bestätigen frühere Forschungsarbeiten, die auf einen Zwischenwirt für Tiere hinwiesen, der möglicherweise SARS-CoV-2 beim Menschen eingeschleppt hat.

Wie die afrikanische Schweinepest zur Übertragung von Coronavirus geführt haben könnte

möglicher einflussfaktor für covid 19 durch die afrikanische schweinepest

Die aktuelle Forschung weist auf die Möglichkeit hin, dass ein Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest dazu beigetragen hat, eine Situation zu schaffen, die Krankheitserregern mehr Möglichkeiten gab, von Tieren auf Menschen überzugehen. Im Jahr 2005 entdeckten Forscher, dass Hufeisennasen in China SARS-assoziierte Coronaviren (SARSr-CoVs) beherbergen. Sie spekulierten, dass dies den Vorläufer von SARS-CoV in einem tierischen Zwischenwirt ausgesät hat. Wissenschaftler betrachteten Dachse, Zibetkatzen und Marderhunde als mögliche Träger des Virus. Sie identifizierten Zibetkatzen als die wahrscheinlichsten Überträger. Virologen stellten außerdem auch die Hypothese auf, dass eine Zibetkatze vor dem Fang einem SARSr-CoV ausgesetzt gewesen sein könnte. Eine alternative Theorie besagt, dass sich eine in Gefangenschaft gehaltene Zibetkatze das Virus von Fledermäusen, die auf Märkten nach Nahrung suchen, angesteckt haben könnte. Die Studienautoren kamen zu dem Schluss, dass die COVID-19-Pandemie auf den menschlichen Kontakt mit lebenden Tieren, die das Virus in sich tragen, zurückzuführen ist.

analyse von blutprobe eines patienten mit corona infektion im labor

Das Forschungsteam vermutet auch, dass Veränderungen in der Fleischversorgung Chinas eine Rolle bei der Verbreitung von SARS-CoV-2 gespielt haben könnten. Die Afrikanische Schweinepest ist ein hämorrhagisches Fieber, das bei Schweinen oft tödlich verläuft, dem Menschen jedoch nicht schadet. Die Autoren des neuen Artikels gehen davon aus, dass Lebensmittelkonsumenten und -produzenten möglicherweise auf alternatives Fleisch zurückgegriffen haben. Dies schließt gezüchtete oder gefangene Wildtiere ein, insbesondere in Südchina, wo Wildtiere traditionell konsumiert werden. Der daraus resultierende verstärkte Handel mit anfälligen Nutz- und Wildtieren könnte dazu geführt haben, dass Menschen häufiger mit Fleischprodukten und mit Zoonoseerregern, einschließlich SARSr-CoVs, infizierten Tieren in Kontakt gekommen sind. Die genaue tierische Quelle von SARS-CoV-2 ist jedoch noch unbekannt. Die Autoren dieser Studie befürchten, dass jetzt der Mensch die dominante SARS-CoV-2-Wirtsart ist, was Coronaviren auf Tiere zurück übertragen könnte. Dieser Prozess der umgekehrten Zoonose scheint zum Beispiel bei Weißwedelhirschen in den Vereinigten Staaten aufgetreten zu sein.

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