Coronavirus auf der Haut überlebt fünfmal länger als Influenzavirus

Von Charlie Meier

Laut den letzten Untersuchungen bleibt das neuartige Coronavirus auf der Haut eines Menschen über neun Stunden aktiv. Japanische Forscher bestätigten dieses Ergebnis aus einer kürzlich durchgeführten Forschung. Darüber hinaus ergab die Entdeckung, dass häufiges Händewaschen immer noch erforderlich ist, um die COVID-19-Pandemie effektiv zu bekämpfen.

Lebensdauer des Coronavirus auf der Haut

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Ein ähnlicher Erreger, der die Grippe verursacht, überlebt im Vergleich dazu etwa 1,8 Stunden auf der menschlichen Haut, heißt es laut der Studie, die diesen Monat im Journal Clinical Infectious Diseases veröffentlicht wurde. Das neunstündige Überleben von SARS-CoV-2 (dem Virusstamm, der COVID-19 verursacht) auf der menschlichen Haut kann dadurch das Risiko einer Kontaktübertragung im Vergleich zu IAV (Influenza A-Virus) erhöhen und so die Pandemie beschleunigen. Das Forscherteam testete etwa einen Tag nach dem Tod die aus der Autopsie entnommene Haut. Sowohl das Coronavirus als auch das Grippevirus werden innerhalb von 15 Sekunden durch Aufbringen von Ethanol, das in Händedesinfektionsmitteln verwendet wird, neutralisiert. Das Virus unterscheidet nicht, wen es infizieren wird. Die Sorge, dass jüngere Bevölkerungsgruppen an der Krankheit erkranken und schwerwiegende, lebensbedrohliche Nebenwirkungen haben könnten, ist real und zu berücksichtigen, aber Mediziner müssen noch viel lernen.

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Das längere Überleben von Coronavirus auf der Haut erhöht so das Risiko der Kontaktübertragung. Die regelmäßige Handhygiene kann dieses Risiko jedoch verringern, heißt es noch in der Studie. Die Ergebnisse unterstützen die Leitlinien der Weltgesundheitsorganisation für regelmäßiges und gründliches Händewaschen. So versuchen die zuständigen Behörden, die Übertragung des Virus zu begrenzen.

Seit seinem ersten Auftreten in China am Ende letzten Jahres hat es weltweit fast 40 Millionen Menschen infiziert. Um das Risiko einer Übertragung von SARS-CoV-2 zu verringern, üben Krankenhausmitarbeiter soziale Distanzierung aus, tragen Masken und platzieren COVID-positive Patienten möglichst in Privatzimmern. Die Krankenhäuser versorgen die Patienten auch mit Schulungsunterlagen zu COVID-19. Darüber hinaus verkürzen sich die Krankenhausaufenthalte für alle, die keine Komplikationen während der Erkrankung aufweisen.

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