Corona Maßnahmen: Welcher Schlüsselfaktor spielt für die Einhaltung der Vorschriften eine Rolle (Studie)?

Autor: Olga Schneider

Die Angst vor dem Coronavirus kann uns zwingen unsere Hände zu waschen, Abstand zu wahren und einen Mundundnasenschutz zu tragen. Die Angst kann aber schwere Folgen für unsere geistige Gesundheit haben und Gründe für Diskrimination und Vorurteile schaffen. Eine neue Forschung zeigt einen anderen Weg, wie alle die Corona Maßnahmen einhalten können.

Corona Maßnahmen: Am Anfang motivierte uns der Erfolg

Corona Maßnahmen einhalten wie können wir Menschen motivieren

Als die Coronavirus-Pandemie im Frühjahr 2020 die Welt traf, war das Gefühl, fähig oder erfolgreich zu sein, der Schlüsselfaktor für die Einhaltung der Vorschriften der Behörden. Das ist das Resultat einer neuen Studie, die im British Journal of Health Psychology veröffentlicht wurde. Inwieweit wir uns persönlich informiert und fähig zu handeln fühlen, beeinflusst unser Verhalten zur Vorbeugung der Infektion, indem wir z.B. Abstand bewahren oder Händedrücken unterlassen.

„Das sind wichtige Ergebnisse, denn sie zeigen einen neuen Weg, wie die Öffentlichkeit die Vorschriften ohne persönliche Angst befolgen kann. Jetzt, im Frühling 2021, werden mehrere Staaten von der dritten Infektionswelle heimgesucht. Die Behörden könnten versuchen, Angst einzuflößen, um die Bevölkerung dazu zu bringen, die Einschränkungen einzuhalten. Unsere Ergebnisse bieten den Politikern eine Alternative”, sagte Michael Bang Petersen, einer der drei Autoren der Studie, Professor der Politologie an der Aarhus University, Dänemark.

Corona Maßnahmen: Kompetenz kommt an erster Stelle

Corona Maßnahmen einhalten neue Studie

Wenn die Menschen sich kompetent fühlen, die Krise zu meistern, dann hat die Angst keinen großen Einfluss mehr. Jene, die sich dazu fähig fühlen, befolgen die Vorschriften unabhängig davon, ob sie sich Sorgen über ihre eigene Gesundheit oder das Wohl ihrer Familie machen. Sie gehorchen auch unabhängig davon,  ob sie ihrer Regierung oder ihren Mitbürgern vertrauen.
„Laut unserer Studie entstand in der ersten Phase der Pandemie eine Empfindung der Dringlichkeit, die die Menschen veranlasste, ihre persönlichen Gründe und politischen Unterschiede zurückzustellen. Diese Empfindung ließ die Menschen weltweit sagen: ‚Sagt uns, was zu tun ist und wir tun es'“, meint Professor Michael Bang Petersen.

Corona Maßnahmen einhalten ohne Angst wie mehr Menschen dazubringen

Die Studie beruht auf einer breiten Repräsentativbefragung in Dänemark, Frankreich, Deutschland, Ungarn, Italien, Schweden, Großbritannien und den USA mit 26 508 Teilnehmern. „Die Studie verschafft einen einzigartigen Einblick in das Verhalten während der ersten Welle der Krise, den wir gegenwärtig und auch langfristig nutzen können. Oft fürchten die Entscheidungsträger, dass die Bevölkerung in Panik geraten kann. Unsere Ergebnisse zeigen, dass diese Befürchtung der Behörden nicht begründet ist. Sie sollten die Menschen möglichst klar über die tatsächlichen Herausforderungen und wie sie handeln müssen, informieren“, schloss Michael Bang Petersen.

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