Zeigt das körpereigene Mikrobiom eine antivirale Wirkung gegen Sars-CoV-2 und die Omikron-Variante auf?

Von Charlie Meier

Forscher haben kürzlich im menschlichen Mikrobiom Metaboliten identifiziert, die eine antivirale Wirkung in zellbasierten Modellen des Coronavirus zeigten. Die neuen Erkenntnisse unterstreichen, wie effizient die körpereigenen Kräfte gegen Virusinfektionen wie COVID-19 und Mutationen wie Omikron sein könnten. Darüber hinaus könnten die Studienergebnisse zur Entwicklung neuer Therapeutika gegen Sars-CoV-2 und seine mutierten Varianten beitragen.

Wie stark die antivirale Wirkung der Bakterien im eigenen Körper sein kann

körpereigenes mikrobiom zeigt durch metaboliten antivirale wirkung gegen coronavirus

Die Studienautoren haben herausgefunden, dass körpereigene Bakterien spezifische Moleküle herstellen, die zumindest in einer Laborumgebung die zellbasierte Virusinfektion von SARS-CoV-2 hemmen. Darüber hinaus identifizierten sie 3 bakterielle Metaboliten, die eine SARS-CoV-2-Infektion hemmen können: Adenosin-Analogon, Tryptamin und disubstituiertes Pyrazin. Diese Moleküle weisen strukturelle Ähnlichkeiten mit synthetischen antiviralen Medikamenten auf, die bereits Kandidaten zur Behandlung von COVID-19 sind. Es war faszinierend, dass von allen verfügbaren Chemikalien die Metaboliten im Mikrobiom alle Ähnlichkeiten mit klinisch relevanten antiviralen Mitteln aufweisen. Darüber hinaus wäre dies ein Ausgangspunkt für die Entwicklung neuer antiviraler Mittel, so die Forscher. Die antivirale Wirkung dieser Bakterien lässt sich dementsprechend als therapeutische Intervention verabreichen.

mutationen von sars cov 2 wie delta und omikron variante

Angesichts der neuen Erkenntnisse wollten die Forscher nun die Mechanismen untersuchen, nach denen die Metaboliten funktionieren. Dies würde klarstellen, ob Bakterien, die solche Moleküle produzieren, einen Einfluss auf die Virusinfektion bei der Besiedlung eines Tieres haben. Sobald mehr Daten verfügbar werden, planen sie auch herauszufinden, ob das Vorhandensein oder Fehlen dieser antiviralen Metaboliten beim Menschen mit der Schwere von COVID-19 in Verbindung gebracht werden kann. Die Entdeckung strukturell unterschiedlicher Metaboliten mit Anti-SARS-CoV-2-Aktivität aus dem Screening eines kleinen Teils der Bakterien, die angeblich mit dem menschlichen Mikrobiom in Verbindung stehen, legt nahe, dass die fortgesetzte Erforschung phylogenetisch vielfältiger, mit dem Menschen assoziierter Bakterien wahrscheinlich weitere kleine Moleküle aufdecken wird, die SARS-CoV-2 sowie andere Virusinfektionen hemmen. Diese Studie legt nahe, dass Moleküle im menschlichen Mikrobiom eine antivirale Wirkung gegen Coronaviren und neue Varianten wie Omikron aufweisen.

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